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Itzehoe: Schockanruf, Geld und Schmuck übergeben

Ein älteres Ehepaar fiel auf einen Schockanruf herein, bei dem Geld und Schmuck übergeben wurden. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gewerbsmäßigen Betrugs.

Foto: Depositphotos

Itzehoe (ost)

In Itzehoe wurde am Freitagnachmittag ein älteres Ehepaar Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Unbekannte gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und behaupteten, dass die Tochter der Betroffenen in Berlin in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt war. Ein Mann erschien später an der Haustür, nahm Geld und Schmuck entgegen und verschwand. Die Kriminalpolizei Itzehoe führt Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betrugs durch.

Um 15:00 Uhr riefen die Betrüger ein Ehepaar in Itzehoe an. Laut der 85-jährigen Frau erzählten die Anrufer, dass ihre Tochter in Berlin in einen Verkehrsunfall verwickelt war, bei dem Kinder schwer verletzt wurden. Des Weiteren behaupteten die Anrufer, dass die Tochter in Untersuchungshaft sitze und nur gegen Zahlung einer hohen Kaution freikommen könne. Um Druck auszuüben, teilten die Täter mit, dass am Freitagnachmittag ein Gerichtsvollzieher vorbeikommen würde, um Geld und Wertgegenstände abzuholen.

Im Verlauf des Gesprächs gaben die Anrufer vor, die Tochter ans Telefon zu holen. Eine Frau mit tränenerstickter Stimme bat dann ihre Mutter um Hilfe. Alle Personen am Telefon sprachen akzentfrei Deutsch, so die Aussage der Geschädigten. Das Telefonat dauerte etwa eine Stunde, bis ein Mann an der Haustür auftauchte. Er gab sich als Gerichtsvollzieher aus, nahm Bargeld und Schmuck entgegen und erklärte, dass die Tochter freikäme, wenn die Anzahlung ausreiche. Anschließend verließ der Mann das Haus.

Nach Beendigung des Telefonats kamen der 85-jährigen Frau Zweifel. Sie rief ihre Tochter an und erfuhr, dass keine Festnahme stattgefunden hatte und sie die Polizei informieren sollte.

Die Polizei gibt in diesem Zusammenhang folgende Tipps zum Schutz vor Schockanrufen und ähnlichen Betrugsmaschen:

Die Kriminalpolizei Itzehoe ermittelt nun wegen gewerbsmäßigen Betrugs.

Björn Gustke

Quelle: Presseportal

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