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Itzehoe: Todesfall in Wedel

Ein 50-60-jähriger Mann verstarb nach Streit mit einem 20-Jährigen in einem Mehrfamilienhaus. Der junge Mann befindet sich in Polizeigewahrsam.

Foto: Depositphotos

Wedel (ost)

Gemeinsame Erklärung von Staatsanwaltschaft Itzehoe und Polizeidirektion Itzehoe

Am gestrigen Mittag entdeckte die Polizei Wedel nach Hilferufen eine schwer verletzte männliche Person in einem Mehrfamilienhaus in Wedel. Der Mann verstarb auf dem Weg in ein Krankenhaus. Die Kriminalpolizei führt die Ermittlungen durch.

Um 12:15 Uhr fanden Polizeibeamte in Wedel einen schwer verletzten Mann im Alter von 50 bis 60 Jahren in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses am Galgenberg. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen verstarb er auf dem Weg in ein Krankenhaus. Seine Identität ist derzeit noch unbekannt.

Nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei geriet der Mann in Streit mit dem 20-jährigen Bewohner. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der beide Personen verletzt wurden.

Vor dem Eintreffen der Rettungskräfte flüchtete der 20-Jährige vom Tatort. Er stellte sich in der vergangenen Nacht in Begleitung eines Familienmitglieds auf der Polizeiwache Pinneberg und befindet sich in Polizeigewahrsam. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Totschlag eingeleitet.

Die genauen Umstände sind nun Gegenstand der polizeilichen Untersuchungen, die vom Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe durchgeführt werden. Im Zuge dieser Ermittlungen wird auch die Beziehung zwischen den beiden beteiligten Personen geklärt. Ein Untersuchungsrichter hat eine Obduktion des Leichnams angeordnet.

Dr. Jonna Ziemer, Staatsanwaltschaft Itzehoe

Björn Gustke, Polizeidirektion Itzehoe

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, darunter 67 Männer und 10 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen sank auf 28. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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