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Kaltenkirchen: Geschwindigkeitskontrollen Pfingstwochenende

Polizei kontrolliert Motorradfahrer im Kreis Segeberg und verhängt Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Foto: Depositphotos

Kaltenkirchen/Schmalfeld/Todesfelde/Stuvenborn (ost)

Während des Pfingstwochenendes haben Einsatzkräfte des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Bad Segeberg Geschwindigkeitsmessungen an verschiedenen Orten im Kreis Segeberg durchgeführt. Besonders beliebte Strecken für Motorradfahrer standen im Fokus.

Der Verkehrssicherheitsbericht 2025 für Schleswig-Holstein zeigt, dass nach einem historischen Tiefstand im Jahr 2023 die Anzahl der Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern in den folgenden Jahren wieder angestiegen ist. Im Jahr 2025 waren 1.303 Motorradfahrer in Unfälle verwickelt, von denen 17 tödlich endeten. Fast ein Drittel der Unfälle (28,2 Prozent) wurde durch nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit aufgrund von Straßen- und Witterungsbedingungen verursacht.

Im Kreis Segeberg stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweiradfahrern von 144 (2024) auf 157 (2025) um 9 Prozent. Die Anzahl der Verletzten ging leicht um -1,4 % von 139 (2024) auf 137 (2025) zurück.

Am Pfingstsonntag (24.05.2026) führten die Polizeibeamten Kontrollen in den sogenannten Schmalfelder Kurven auf der Landesstraße 234 zwischen Schmalfeld und Kaltenkirchen durch.

Zwischen 13:00 und 18:00 Uhr wurden insgesamt 160 Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der Schmalfelder Straße am Ortsausgang Kaltenkirchen festgestellt.

Die Beamten stoppten die zu schnellen Fahrer unmittelbar nach dem Verstoß in eine Kontrollstelle und wiesen sie auf ihr Fehlverhalten hin. 57 Fahrer, darunter 15 Motorradfahrer, erhielten neben Ermahnungen auch Hinweise auf bevorstehende Verwarn- und Bußgeldbescheide.

Ein Motorradfahrer, der mit 121 km/h bei erlaubten 50 km/h unterwegs war, wurde als „Spitzenreiter“ identifiziert. Ihm drohen 700 Euro Bußgeld, drei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot.

Am Pfingstmontag (25.05.2026) konzentrierten sich die Beamten auf die Kreisstraße 109 zwischen Todesfelde und Stuvenborn.

Die „Todesfelder Kurven“ haben in den letzten Jahren in einigen Abschnitten immer wieder zu Unfallhäufungen geführt.

In dieser Saison gab es bereits drei Unfälle mit Motorradfahrern. Die verunglückten Fahrer im Alter von 18 bis 34 Jahren kamen in Kurven von der Fahrbahn ab und verletzten sich teilweise schwer.

Nach bisherigen Erkenntnissen war die nicht angepasste Geschwindigkeit in allen Fällen zumindest teilweise mitursächlich.

Zwischen 10:00 und 17:00 Uhr passierten 435 Fahrzeuge die Kontrollstelle. Davon waren 111 zu schnell unterwegs, was einer Überschreitungsquote von über 25 Prozent entspricht, deutlich höher als der übliche Durchschnitt von 10 Prozent.

Auch hier wurde ein Motorradfahrer mit 121 km/h bei erlaubten 60 km/h als schnellster Fahrer erwischt. Ihm drohen 600 Euro Bußgeld, zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot.

Der schnellste PKW wurde mit 107 km/h gemessen (320 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot).

Weitere Kontrollen sind angekündigt, und die Polizei appelliert im Interesse der Verkehrssicherheit und der von Lärm betroffenen Anwohner an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. 292 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% aller Unfälle entspricht. Von den Unfällen ereigneten sich 2.829 innerorts (8,63%), 1.003 außerorts (3,06%) und 400 auf Autobahnen (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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