Zwei Jugendliche warfen gestern Schneebälle von einer Brücke auf die Bundesstraße 206 und trafen ein Auto. Die Polizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
Kellinghusen: Schneebälle von Brücke geworfen

Kellinghusen (ost)
Gestern Nachmittag haben zwei 14-Jährige in Kellinghusen Schneebälle von einer Brücke auf die Bundesstraße 206 geworfen und nach ihren eigenen Angaben ein Auto getroffen. Die Polizei hat die Jugendlichen ihren Eltern übergeben und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines versuchten gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet.
Um 16:50 Uhr ging ein Autofahrerhinweis ein, dass zwei Personen von der Brücke im Neuen Kamp Gegenstände auf die Bundesstraße 206 werfen. Einsatzkräfte trafen in der Nähe einen 14-jährigen Jungen und ein 14-jähriges Mädchen an. Beide haben zugegeben, Schneebälle auf die Fahrbahn geworfen zu haben. Laut ihren Angaben haben sie dabei auch ein Auto getroffen.
Die Polizei hat die Jugendlichen ihren Eltern übergeben. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines versuchten gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ist im Gange.
Der Tatverdacht ergibt sich, weil jeder Gegenstand, der von einer Brücke auf eine befahrene Straße geworfen wird, Fahrzeugführer erschrecken oder ablenken kann. Auch ein Schneeball kann die Sicht beeinträchtigen oder zu abrupten Brems- und Ausweichmanövern führen. Dadurch kann es zu Verkehrsunfällen mit erheblichen Folgen kommen.
Hinzu kommt, dass ein Schneeball nicht zwangsläufig weich und ungefährlich ist. Im Schnee können sich Fremdkörper wie Steine, Eisstücke oder Splitt befinden. Dadurch kann bereits ein Treffer zu Schäden an Fahrzeugen führen, etwa an Lack, Scheiben oder Scheinwerfern. Bislang liegen keine Meldungen über Schäden vor.
Wer an der genannten Örtlichkeit von einem Schneeball getroffen wurde und im Nachhinein einen Schaden am Fahrzeug feststellt, meldet sich bitte bei der Polizeistation Kellinghusen unter 04822 20980.
Björn Gustke
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916, was 85,13% entspricht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








