Ein Spaziergänger entdeckte ein herrenloses Paket mit 20 Kilo Kokain in Heiligenhafen. Die Polizei warnt vor Gesundheitsgefahr und strafrechtlichen Konsequenzen.
Kiel: 20 Kilogramm Kokain am Ostseestrand gefunden

Lübeck (ost)
+++ Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Lübeck +++
Am Abend des Dienstags (02.07.024) stieß ein Spaziergänger am Ostseestrand in Heiligenhafen auf ein großes, gut verschnürtes herrenloses Paket. Da ihm das angespülte Strandgut seltsam erschien, verständigte er die Polizei in Heiligenhafen. Die Beamten inspizierten das Paket und entdeckten darin etwa 20 Kilo Kokain. Nun ermittelt das Zollfahndungsamt Hamburg und untersucht die Herkunft der Betäubungsmittel.
Das verdächtige Paket wurde am Dienstagabend gegen 22.00 Uhr am Ufer in der Nähe des Leuchtturms Am Hohen Ufer gefunden. Zusammen mit der angeforderten Kontrolleinheit 22 des Hauptzollamtes Kiel stellten die Beamten fest, dass es sich bei dem weißen Pulver im Paket um Kokain handelt. Die Drogen wurden beschlagnahmt. Die Einsatzkräfte durchsuchten auch den Strand und das Wasser rund um den Fundort nach verdächtigen Personen und weiteren Paketen. Es konnten jedoch keine weiteren Hinweise auf mögliche Besitzer gefunden werden.
Die weiteren Ermittlungen werden nun vom Zollfahndungsamt Hamburg mit Sitz in Kiel im Auftrag der Staatsanwaltschaft Lübeck durchgeführt. Es wird auch untersucht, wie das Paket an den Strand gelangte.
Die Polizei warnt eindringlich davor, Funde am Strand oder in Gewässern anzufassen oder mitzunehmen. Die Stoffe stellen grundsätzlich eine Gesundheitsgefahr dar und es können strafrechtliche Konsequenzen drohen. Es sollte daher umgehend die Polizei informiert und das Fundstück unverändert belassen werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 11.693 Fälle erfasst, wovon 10.509 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 9.190, wovon 7.938 männlich und 1.252 weiblich waren. 1.576 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle registriert, wovon 9.931 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8.645, darunter 7.470 Männer und 1.175 Frauen. 1.664 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit 70.510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.693 | 10.944 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 10.509 | 9.931 |
| Anzahl der Verdächtigen | 9.190 | 8.645 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.938 | 7.470 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.252 | 1.175 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.576 | 1.664 |
Quelle: Bundeskriminalamt








