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Kiel: 23-jähriger Dealer vorläufig festgenommen

Ein 23-jähriger Mann wurde festgenommen, nachdem er Drogen verkauft hatte. Die Polizei fand 130 g Marihuana und Bargeld bei ihm.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Am 16. Januar wurde ein Mann vorübergehend festgenommen, der anscheinend zuvor Drogen verkauft hatte. Außerdem hatte er Betäubungsmittel und Geld bei sich, die auf Drogenhandel hindeuten. Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Einsatzkräfte eine Wohnung und ein Geschäft. Das Kommissariat 17 der Bezirkskriminalinspektion Kiel hat die Untersuchungen aufgenommen.

Letzten Donnerstag gegen 16:30 Uhr beobachteten die Polizistinnen und Polizisten des 3. Polizeireviers Kiel eine männliche Person, die im Bereich des Schützenparks Kontakt zu offensichtlichen Konsumenten hatte. Einsatzkräfte kontrollierten den mutmaßlichen Dealer und auch seinen Käufer. Der 23-jährige Verkäufer warf auf Aufforderung sein Handy vor die Füße des 29-jährigen Käufers und forderte ihn auf, sein Handy zu zerstören und andere Personen in einem Barber-Shop zu warnen. Bei der folgenden Leibesvisitation stellten die Beamten beim 23-Jährigen insgesamt 130 g verpacktes Marihuana und Bargeld in vierstelliger Höhe fest. Außerdem hatte er ein griffbereites Klappmesser bei sich. Der 29-jährige Käufer gab den Erwerb von zwei Konsumeinheiten Marihuana zu.

Der Bereitschaftsrichter des Amtsgerichts Kiel erließ Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnung des Verdächtigen und den genannten Barber-Shop. Allerdings fanden die Durchsuchungskräfte dort keine weiteren Gegenstände.

Der 23-jährige Verdächtige wurde vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft Kiel entließ den Mann nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen. Ihn erwartet ein Strafverfahren nach dem Cannabisgesetz.

Stephanie Lage

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 9931 auf 9644 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 8645 auf 8326, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7470 auf 7225 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1175 auf 1101 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 1664 auf 1795 an. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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