Die Polizei reagiert gegen Gewalttäter vor Fußballspiel, schützt friedliche Besucher mit Aufenthaltsverboten für zwei Personen.
Kiel: Aufenthaltsverbote gegen Gewalttäter ausgesprochen

Kiel (ost)
Vor dem anstehenden Fußballspiel von Holstein Kiel in der 2. Bundesliga am Sonntag hat die Polizei Aufenthaltsverbote verhängt und Gefährderansprachen durchgeführt. Hintergrund sind schwere Gewalttaten, die zwar nicht mit dem kommenden Heimspiel zusammenhängen, aber von gewaltbereiten Fußballgruppierungen begangen wurden. Aufgrund laufender Ermittlungen werden keine weiteren Details bekannt gegeben.
Die Polizeidirektion Kiel reagiert konsequent gegen solche Gewalttäter und hat daher zwei Personen Aufenthaltsverbote für die nächsten Spiele von Holstein auferlegt, um friedliche Besucher zu schützen. Weitere Maßnahmen werden noch geprüft.
Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, friedliche Fußballfans und alle Bürger zu schützen. Die Aufenthaltsverbote wurden den Beteiligten persönlich von Polizeikräften übergeben. Zudem führten Polizeikräfte mit den 17- und 22-jährigen deutschen Tatverdächtigen eine Gefährderansprache durch.
Schon im August des letzten Jahres hatte die Polizei insgesamt sechs Aufenthaltsverbote gegen Personen verhängt. Auch hier waren schwere Gewalttaten im Umfeld gewaltbereiter Fußballgruppierungen der Grund. Es kam unter anderem zu einem Raubüberfall und einem Landfriedensbruch, bei dem ein unbeteiligter Mann schwer verletzt wurde. Siehe auch https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/6093805.
Die Polizei wird auch zukünftig bei ähnlichen Vorfällen konsequent präventive Maßnahmen ergreifen, um Gewalttaten frühzeitig zu verhindern. Rechtsgrundlage: Die verhängten Aufenthaltsverbote beruhen auf § 201 des Landesverwaltungsgesetzes von Schleswig-Holstein (Platzverweise, Aufenthalts- und Betretungsverbote). Gefährderansprachen werden im Rahmen der allgemeinen Gefahrenabwehr gemäß dem Landesverwaltungsgesetz durchgeführt.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal








