Zwei Tatverdächtige festgenommen nach Betrugsmaschen durch falsche Bankmitarbeiter in Kiel. Untersuchungshaft für beide, weitere Ermittlungen laufen.
Kiel: Bankmitarbeiter festgenommen, Haftbefehle erlassen

Giekau / Kreis Plön (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe von der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel
Nach verschiedenen Betrugsfällen im Bereich der Polizeidirektion Kiel wurden gestern zwei Verdächtige vorläufig festgenommen, nachdem die Ermittler des Betrugskommissariats der Bezirkskriminalinspektion Kiel intensive Untersuchungen durchgeführt hatten.
Die ausgedehnten Ermittlungen führten die Polizeikräfte gestern um 14 Uhr nach Husum, nachdem Hinweise auf eine erneute Tatbegehung erhalten worden waren. Die Täter, die sich als falsche Bankangestellte ausgaben, überredeten das 77-jährige Opfer dazu, ihre EC-Karte samt PIN herauszugeben. Zivilkräfte nahmen daraufhin einen 32-jährigen Türken und einen 18-jährigen Deutschen bei einem anschließenden Geldabhebung in Hattstedt im Kreis Nordfriesland vorläufig fest.
Daraufhin vollstreckten weitere Einsatzkräfte insgesamt sechs Durchsuchungsbeschlüsse gegen die beiden Festgenommenen sowie drei weitere identifizierte Verdächtige in Hamburg. Dabei sicherten die Polizeikräfte weiteres Beweismaterial.
Die Einsatzkräfte führten die beiden Festgenommenen gestern Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel einem Haftrichter am Amtsgericht Kiel vor. Der Haftrichter erließ Untersuchungshaftbefehle gegen beide. Der 32-Jährige wurde inhaftiert, während der Haftbefehl gegen den 18-Jährigen unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde.
Das Betrugskommissariat der Bezirkskriminalinspektion Kiel (K14) führt die weiteren Ermittlungen durch und prüft, ob die Täter für weitere Taten in Schleswig-Holstein und im restlichen Bundesgebiet verantwortlich sind. Alle Verdächtigen müssen sich in Strafverfahren wegen gewerbsmäßigen Betrugs verantworten.
Bereits Anfang Juli gab es ähnliche Vorfälle im Großraum Kiel. Die Täter gaben sich ebenfalls als Mitarbeiter einer Bank aus, holten unter einem Vorwand Bankkarten ab und hoben anschließend Geld von den Konten der Opfer ab.
Die Polizei betont erneut: Weder Polizeibeamte noch Bankmitarbeiter werden Sie jemals auffordern, Ihre Bankkarte herauszugeben oder Ihre PIN telefonisch oder persönlich preiszugeben. Falls Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie sofort auf. Geben Sie niemals Ihre Bankkarte, PIN oder andere Zugangsdaten an Unbekannte weiter.
Wenn Sie vermuten, Opfer dieser Betrugsmasche geworden zu sein oder bereits Ihre Bankkarte übergeben haben, rufen Sie umgehend den polizeilichen Notruf 110 an. Nur wenn die Polizei frühzeitig informiert wird, können Fahndungsmaßnahmen eingeleitet und die Täter möglicherweise gefasst oder weitere Geldabhebungen verhindert werden.
Hier ist der Link zur Pressemitteilung Warnung vor falschen Bankmitarbeitern https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/6319353
Hanna Borgwardt, Staatsanwaltschaft Kiel
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal








