Ein Kilo Amphetamin im Auto versteckt, Fahrer festgenommen und Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Kiel: Drogenfund bei Zollkontrolle

Kiel, Lübeck (ost)
Ein Kilogramm Amphetamin haben Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Kiel am 12.08.2026 bei einer Zollkontrolle auf der Bundesstraße 404 sichergestellt.
Die Zöllner leiteten das Fahrzeug aus dem fließenden Verkehr in einen verkehrsberuhigten Bereich, wo sie den Pkw sodann kontrollierten.
Auf Befragen gab der Fahrer und alleinige Insasse des Wagens, ein 60-jähriger Deutscher, an, aus Lübeck zu kommen und in Kiel einen Freund besuchen zu wollen. Laut seiner Aussage habe er sich das Fahrzeug von einem anderen Freund geliehen.
Bei der anschließenden Fahrzeugkontrolle stellten die Zöllner in der Mittelarmlehne der Rücksitzbank einen verschlossenen blauen Stoffbeutel fest. Darin befand sich ein vakuumierter Plastikbeutel mit einer weißen Substanz.
“Auf Nachfrage der Kollegen gab der Fahrer an, dass es sich bei der Substanz um Amphetamin handelt”, so Vanessa Marzinek, Sprecherin des Hauptzollamtes Kiel. “Ein anschließender Drogenwischtest reagierte ebenfalls positiv auf Amphetamin und bestätigte den Verdacht.”
Das Rauschgift wurde sichergesellt. Gegen den Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, er wurde vorläufig festgenommen und der Polizei übergeben.
Das Kommissariat 17 der Bezirkskriminalinspektion Kiel konnte den mutmaßlichen Abnehmer des Rauschgiftes inzwischen ermitteln.
Beide Männer wurden auf Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Kiel vorgeführt. Gegen sie wurden Untersuchungshaftbefehle erlassen, die in Vollzug gesetzt wurden. Die Männer befinden sich in Untersuchungshaft.
Die weiteren Ermittlungen führt die Polizei Kiel im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kiel.
Zusatzinformation:
Bis zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Verurteilung gelten Beschuldigte als unschuldig (Artikel 6 Abs. 2 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten). Eine Untersuchungshaft darf nur dann angeordnet werden, wenn die Haft zur Sicherung des Ermittlungsverfahrens erforderlich ist. Dazu muss nach Strafprozessordnung (§112 StPO) einer der folgenden Haftgründe erfüllt sein: Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr, Verdacht der Schwerkriminalität oder Wiederholungsgefahr.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, wovon 9.931 gelöst wurden. Es gab insgesamt 8.645 Verdächtige, darunter 7.470 Männer und 1.175 Frauen. 1.664 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 10.838 Fälle registriert, von denen 9.644 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8.326, darunter 7.225 Männer und 1.101 Frauen. 1.795 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








