Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Kiel: Durchsuchungen wegen Verstößen gegen Betäubungs- und Arzneimittelgesetz

Gestern wurden 37 Objekte in Kieler Stadtteilen durchsucht. Ermittlungen gegen 35 Beschuldigte wegen unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungs- und Arzneimitteln.

Foto: Depositphotos

Kiel / Kreis RD-Eck / Kreis Plön / NMS (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Kiel und Polizeidirektion Kiel

Am gestrigen Tag wurden insgesamt 37 Standorte in verschiedenen Kieler Stadtteilen, in Neumünster sowie in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön von Einsatzkräften durchsucht. Hintergrund waren umfangreiche Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Betäubungs- und Arzneimittelgesetz.

Monatelange Ermittlungen des zuständigen Kommissariats 17 der Bezirkskriminalinspektion Kiel führten zu den Durchsuchungen von insgesamt 35 Verdächtigen. Sie werden verdächtigt, unerlaubten Handel mit Betäubungs- und Arzneimitteln betrieben zu haben. Im Gegensatz zu den großangelegten Durchsuchungen im Kieler Stadtteil Gaarden am 17. Februar richteten sich die Maßnahmen heute nicht gegen den organisierten Drogenhandel.

Um Ressourcen zu schonen, entschieden sich die Ermittler, die Durchsuchungen von 35 separaten Verfahren an einem Tag durchzuführen.

Bei den Durchsuchungen wurden verschiedene Beweismittel, darunter Betäubungsmittel, verschreibungspflichtige Medikamente und Falschgeld im vierstelligen Bereich, sichergestellt. Aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens werden keine weiteren detaillierten Informationen bekannt gegeben.

Die meisten Durchsuchungsziele befanden sich in verschiedenen Stadtteilen im gesamten Kieler Stadtgebiet. Weitere Ziele lagen in Neumünster sowie den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön. Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes Kiel und der Polizeidirektion Neumünster unterstützten die Maßnahmen. Vier Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie drei Referendarinnen und Referendare der Staatsanwaltschaft Kiel nahmen an den Durchsuchungen teil, um strafrechtliche Folgemaßnahmen schnell zu beantragen und an verschiedenen Standorten durchzuführen.

Der Einsatz wurde gegen 12:00 Uhr abgeschlossen. Der Gesamteinsatzleiter Kriminaloberrat Alexander Beckmann dankt allen Einsatzkräften und Beteiligten für die professionelle und reibungslose Durchführung des Einsatzes.

Mathias Stöwer, Polizeidirektion Kiel

Michael Bimler, Staatsanwaltschaft Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging von 9.931 im Jahr 2022 auf 9.644 im Jahr 2023 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 8.645 im Jahr 2022 auf 8.326 im Jahr 2023. Die Anzahl der männlichen Verdächtigen war mit 7.470 im Jahr 2022 und 7.225 im Jahr 2023 höher als die Anzahl der weiblichen Verdächtigen, die von 1.175 auf 1.101 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.664 im Jahr 2022 auf 1.795 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24