Ermittler des LKA Schleswig-Holstein fanden Falschnoten bei Durchsuchung in Kaltenkirchen. Beschuldigter verkaufte sie als „Spielgeld“ auf eBay.
Kiel: Falschgeld in Höhe von 1,7 Millionen Euro sichergestellt

Kiel (ost)
Während der Durchsuchung von Wohn- und Geschäftsräumen in Kaltenkirchen wurden von Ermittlern des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein Falschgeld im Wert von 1,7 Millionen Euro beschlagnahmt. Der 47-jährige Verdächtige fiel auf, weil er große Mengen gefälschter Banknoten mit verschiedenen Werten als „Spielgeld“ auf der Online-Plattform eBay zum Verkauf anbot.
Es handelt sich bei den gefälschten Banknoten um sogenannte veränderte Banknotenabbildungen (VBNA). Dabei handelt es sich um Reproduktionen mit mehr oder weniger auffälligen Veränderungen in Bild- oder Textform. Im aktuellen Fall war das Wort „copy“ sehr klein gedruckt. Obwohl die gefälschten Banknoten bei genauer Betrachtung als solche erkennbar sind, stuft die Deutsche Bundesbank sie als geeignet ein, im Zahlungsverkehr mit echtem Geld verwechselt zu werden. Die Herstellung und Verbreitung dieser gefälschten Banknoten stellen Straftaten dar.
Der beschuldigte Mann hatte das Falschgeld auch im Internet bei einem Händler aus China bestellt. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren nach Paragraph 146 des Strafgesetzbuches (Geldfälschung).
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein stiegen von 2022 auf 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 2966 Fälle von Cyberkriminalität registriert, wobei 815 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 693 Verdächtige, darunter 475 Männer, 218 Frauen und 137 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 3254, wobei 935 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 814 nahezu konstant, wobei 542 Männer, 272 Frauen und 172 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.966 | 3.254 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 815 | 935 |
| Anzahl der Verdächtigen | 693 | 814 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 475 | 542 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 218 | 272 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 137 | 172 |
Quelle: Bundeskriminalamt








