Ein Mann auf den veröffentlichten Fotos wurde nach Ermittlungen nicht als tatbeteiligt identifiziert. Die Polizei bittet um Nichtverbreitung der Bilder.
Kiel: Gewalttat in Schwentinental, Mann auf Fotos unschuldig

Schwentinental (ost)
In den frühen Morgenstunden des 17. Dezember 2023 ereignete sich ein Angriff auf einen jungen Mann, der zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt war, in der Dieselstraße. Er erlitt schwere Verletzungen im Gesicht. Im Juli 2025 veröffentlichte die Polizei zwei Fotos und bat die Bevölkerung sowie die Medien um Unterstützung bei der Suche nach einem mutmaßlich beteiligten Täter.
Um 04:30 Uhr im Dezember 2023 wurde das Opfer zwischen einer Diskothek und einem Fast-Food-Restaurant in der Dieselstraße angegriffen. Vier Männer sollen an dem Vorfall beteiligt gewesen sein. Ein Augenzeuge behauptet, kurz nach dem Angriff einen der Männer in einem Supermarkt wiedererkannt zu haben. Da im Juli 2025 alle Ermittlungsansätze, auch nach einer Präsentation des Falls in der Sendung Aktenzeichen XY im April 2025, erschöpft waren, wurden auf Anordnung eines Richters Bilder veröffentlicht, die einen Verdächtigen darstellen sollten.
Nach den Ermittlungen konnte keine Beteiligung der Person, die auf den Fahndungsfotos zu sehen ist, an dem Angriff vor dem Atrium am 17.12.23 nachgewiesen werden.
Wir danken für die Verbreitung der inzwischen gelöschten Originalmeldung und bitten darum, diese sowie insbesondere die Bilder des Mannes nicht weiterzuverbreiten.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 gelöst wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, darunter 67 Männer und 10 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 28 konstant. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 470 Fällen die höchste Anzahl an Morden in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








