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Kiel: Hinweise für sicheren Jahreswechsel

Die Landespolizei warnt vor erhöhtem Einsatzaufkommen in der Silvesternacht aufgrund von Feiern, Alkohol- und Drogenkonsum sowie unsachgemäßem Umgang mit Feuerwerk.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

>>> Gemeinsame Pressemitteilung des Landespolizeiamtes und des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein

Wie zu jedem Jahreswechsel geht die Landespolizei auch in diesem Jahr von einem stark erhöhten Einsatzaufkommen aus. Grundsätzlich kennzeichnet sich die Silvesternacht zwar quantitativ durch ein höheres Einsatzaufkommen, sie war jedoch aus polizeilicher Sicht in den vergangenen Jahren weitgehend ohne herausragende Vorkommnisse.

Ausgelassene Feiern, Alkohol- und Drogenkonsum sowie der Umgang mit Feuerwerk sorgen erfahrungsgemäß für den Großteil der Einsätze in der Silvesternacht. Wir appellieren mit Blick auf die ohnehin umfassende und vielfältige Belastung aller Einsatzkräfte zu verantwortungsvollem Feiern. Die Einsatzkräfte stellen immer wieder vermeidbare Auseinandersetzungen, teils durch erhöhtes Aggressionspotential nach Alkoholkonsum, sowie Störungen, Gefahren und Verletzungen durch den unachtsamen Umgang mit Pyrotechnik fest.

Dazu erklärt Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke: „Viele Menschen in Schleswig-Holstein freuen sich auf die Silvesternacht, auf dieses besondere Fest, auf die gemeinsame Feier mit ihren Familien und Freunden. Das geht mir ganz genauso. Es gab in den vergangenen Jahren in Schleswig-Holstein glücklicherweise nur wenige größere Vorfälle. Deswegen bitte ich darum Rücksicht zu nehmen, aufeinander zu achten, nicht unnötig andere Feiernde und auch nicht die Einsatzkräfte zu gefährden, die zum Schutz und zur Unterstützung für uns da sind und arbeiten. Lasst uns alle gemeinsam dafür sorgen, dass das neue Jahr ausgelassen und fröhlich, aber auch friedlich begrüßt werden kann.“

Die Landespolizei wird für den Jahreswechsel den Streifendienst angemessen verstärken und Zusatzstreifen in den Polizeidirektionen durchführen. Polizeikräfte werden an Orten, die bisher Schwerpunkte in den Silvesternächten waren, verstärkt Präsenz zeigen. Die Einsatzkonzepte sehen ebenfalls vor, auf neue Szenarien und dynamische Einsatzentwicklungen flexibel und schnell zu reagieren.

Wir weisen darauf hin, dass bei Feuerwerken nach wie vor örtliche und regionale Beschränkungen zu beachten sind. In unmittelbarer Nähe von zum Beispiel Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sind Feuerwerke generell verboten, gleiches gilt für besonders geschützte und brandgefährdete Bauwerke wie zum Beispiel Reetdachhäuser. Auch Tiere sind betroffen: Lärm und Lichtblitze versetzen viele Tiere in Panik. Das gilt für Haustiere sowie insbesondere für Wildtiere.

Das Waffengesetz verbietet seit dem 31.10.2024 bundesweit das Führen von sämtlichen Messern bei öffentlichen Veranstaltungen. Gesetzliche Regelungen verbieten auch das Mitführen im Bus und Bahnverkehr sowohl bei Fernreisen als auch im Nahverkehr von Bus und Bahn. Unabhängig davon erinnert und appelliert die Polizei grundsätzlich daran, keine Waffen mitzuführen.

Alle Bürgerinnen und Bürger können durch Rücksicht und Respekt dazu beitragen, dass es ein friedlicher Jahreswechsel wird. Das erleichtert auch allen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und dem Rettungsdienst die Arbeit.

Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern bereits jetzt einen sicheren Jahreswechsel und ein gesundes Jahr 2026!

Zuletzt einige Hinweise zum sicheren Umgang mit Feuerwerksartikeln:

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, wovon 9.931 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8.645, wobei 7.470 männliche und 1.175 weibliche Verdächtige waren. 1.664 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 gab es 10.838 aufgezeichnete Fälle, von denen 9.644 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8.326, darunter 7.225 Männer und 1.101 Frauen. 1.795 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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