Am Neujahrstag kollidierten Lotsenversetzboot und Passagierschiff vor der Schleuse. Eine Person verletzt, Sachschaden unklar. Passagierschiff mit 92 Personen an Bord, Lotsenversetzmanöver missglückt.
Kiel: Kollision in Brunsbüttel

Brunsbüttel (ost)
Am Morgen des Neujahrstages ereignete sich vor der Schleuse Brunsbüttel ein Seeunfall, bei dem eine Person leicht verletzt wurde. Es ist noch unklar, wie hoch der entstandene Sachschaden ist.
Das Schiff hatte insgesamt 92 Personen an Bord, darunter 69 Passagiere und 23 Besatzungsmitglieder, auf der Fahrt von Hamburg nach Kiel. Beim Lotsenversetzmanöver vor der Schleuse Brunsbüttel kam es aus bisher ungeklärten Gründen zu einer Kollision der beiden Fahrzeuge. Durch den Zusammenstoß wurden an dem Passagierschiff mehrere Glasfenster in unbesetzten Passagierkabinen zerbrochen. Aufgrund von Windstärken von 6 bis 8 Beaufort und Wellenhöhen von 2 bis 3 Metern drang eine große Menge Wasser durch diese Fenster in das Schiff ein.
Nach dem Vorfall konnte das Schiff aus eigener Kraft in die Schleuse Brunsbüttel verlegt werden, wo die Freiwillige Feuerwehr Brunsbüttel Maßnahmen zur Abdichtung des Lecks und zum Trockenlegen ergriff. Auf Anweisung des Verkehrszentrums NOK wurde es dann zum Südkai in Brunsbüttel verlegt und darf bis zur Bestätigung der Schwimmfähigkeit nicht weiterfahren. Die Passagiere hatten die Möglichkeit, das Schiff nach eigenem Ermessen zu verlassen oder an Bord zu bleiben. Die Reederei organisierte Busse zur Abreise. Das Lotsenversetzboot wurde nicht beschädigt.
Nur ein Passagier erlitt einen Schock, konnte aber an Bord bleiben.
Die Ermittlungen dauern an. Zum aktuellen Zeitpunkt sind keine genauen Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens möglich.
Merle Neufeld
Quelle: Presseportal








