Die Landespolizei Schleswig-Holstein kontrollierte über 1.300 Fahrzeuge und stellte 366 Verstöße fest, darunter Geschwindigkeitsüberschreitungen und Verstöße gegen Sozialvorschriften.
Kiel: Kontrolle von LKW und Bussen in Schleswig-Holstein

Kiel (ost)
Vom 04. bis 10. Mai führten Einsatzkräfte der Landespolizei Schleswig-Holstein in allen Landesteilen zahlreiche Kontrollen im Rahmen der europaweit durchgeführten ROADPOL-Kontrollwoche „TRUCK & BUS“ durch. Bei mehr als einem Viertel der Fahrzeuge wurden Verstöße festgestellt.
Insgesamt wurden 1.333 Fahrzeuge kontrolliert und dabei 366 Verstöße festgestellt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs stellten die Einsatzkräfte 321 Verstöße bei 1034 kontrollierten Fahrzeugen fest. In 106 Fällen (2025: 84) waren die festgestellten technischen Mängel der Fahrzeuge derart gravierend, so dass die Einsatzkräfte die Weiterfahrt untersagten. 8 (2025: 31) Fahrerinnen und Fahrer fuhren zu schnell und 813 (2025: 577) verstießen gegen die Sozialvorschriften (z.B. Verstoß Lenk-/Ruhezeiten). Die festgestellten Verstöße wurden konsequent geahndet und haben in der Regel Geldbußen zur Folge.
„Insbesondere die hohe Anzahl der festgestellten Verstöße gegen die Sozialvorschriften beweist, dass derartige Kontrollen unerlässlich sind, um die Verkehrssicherheit aller zu gewährleisten“, so Lars Hilgendorff, zuständig für den verkehrspolizeilichen Aufgabenvollzug im Landespolizeiamt Schleswig-Holstein.
„LKW und Busse stellen aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts eine erhebliche Gefahr im Straßenverkehr dar. Verstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Überladung oder Missachtung von Sozialvorschriften erhöhen das Unfallrisiko und insbesondere die potenziellen Unfallfolgen deutlich“, so Hilgendorff.
Die Polizei appelliert eindringlich, dass die Einhaltung der Vorschriften nicht nur der eigenen Sicherheit dient, sondern auch Leben schützen kann.
ROADPOL koordiniert europaweit Kontrollaktionen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Bei der Kontrollwoche TRUCK & BUS stehen LKW und Busse gezielt im Fokus. Diese Kontrollen helfen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu minimieren, Verstöße konsequent zu ahnden und die Fahrerinnen und Fahrer für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Nur durch gemeinsame Anstrengungen von Polizei, Behörden und Fahrerinnen und Fahrern kann die Zahl der Unfälle und Verkehrssicherheitsverstöße nachhaltig reduziert werden.
Die Landespolizei setzt weiterhin auf intensive Kontrollen und Prävention, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel gab es 292 Mal (0,89%). Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle (85,13%). Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








