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Kiel: Kradkontrollen im Kreis Plön

Die Polizei führte Verkehrskontrollen rund um das Rastorfer Kreuz durch, hauptsächlich bei Motorradfahrern. Es wurden 25 Verstöße festgestellt, darunter drei Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Quelle: Polizeidirektion Kiel
Foto: Presseportal.de

Kreis Plön (ost)

Heute führte die Polizeidirektion Kiel mehrere Verkehrskontrollen rund um das Rastorfer Kreuz durch. Der Fokus lag auf Motorradfahrern und Motorradfahrerinnen, wie man bereits am Kontrollort vermuten kann.

Speziell geschulte Beamte des Kieler Bezirksreviers und des Landespolizeiamtes positionierten sich zwischen 10:00 und 16:00 Uhr am Parkplatz Selenter See an der Bundesstraße 202 sowie an der Landesstraße 211 zwischen Preetz und dem Rastorfer Kreuz. Sie hielten insgesamt 57 Kradfahrer an und stellten 25 Verstöße fest, darunter drei Geschwindigkeitsüberschreitungen. Der Höchstwert lag bei 121 Stundenkilometern bei erlaubten 70 km/h. Dem Fahrer droht der Entzug der Fahrerlaubnis. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem unerlaubten Tuning der Maschinen, wie Umbauten an der Abgasanlage oder anderen Teilen oder dem Ausbau des dB-Killers. Insgesamt leiteten die Einsatzkräfte sechs Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und stellten 12 Kontrollberichte aus. Ein Kradfahrer hatte keine erforderliche Fahrerlaubnis. Gegen ihn leiteten die Polizeikräfte ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis ein.

Im Kreis Plön ist der Bereich rund um das Rastorfer Kreuz in der Saison seit jeher ein beliebter und stark frequentierter Treffpunkt für Kradfahrer. Obwohl sich die Mehrheit regelkonform verhält, hat sich eine Szene entwickelt, die im negativen Sinne auffällt. Der Einsatz von unerlaubten „dB-Killern“ mag einen Teil der Szene beeindrucken, für andere – auch Tiere – ist der Lärm einfach nur lästig. Offenbar im Endorphinrausch sind laute Motoren mit erzwungenen Fehlzündungen und riskante Überholmanöver keine Seltenheit, die Anwohner und andere Verkehrsteilnehmer ertragen müssen und letztendlich gefährden.

Da neben dem saisonbedingten hohen Aufkommen von Krädern eine Vielzahl landwirtschaftlicher Fahrzeuge und teilweise ortsfremde Urlaubsgäste auf den Straßen des Kreises unterwegs sind, entstehen zusätzliche Gefahren durch riskante Überholmanöver. Insbesondere landwirtschaftliche Fahrzeuge biegen oft unerwartet von Feldern auf Straßen ab und tasten sich vor dem Abbiegevorgang in diese hinein, so dass die Fahrzeugfront plötzlich in die Straße ragen kann. Wenn solche Fahrzeuge von Straßen auf Felder abbiegen, scheren sie oft weit aus und können dabei auf die Gegenfahrbahn geraten.

Die Polizeidirektion Kiel betont, dass die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer an erster Stelle steht, trotz Verständnis für das Hobby Motorradfahren. Deshalb werden auch in Zukunft ähnliche Kontrollen an bekannten Schwerpunkten durchgeführt. Die heutigen Kontrollergebnisse zeigen, dass diese tatsächlich notwendig sind.

Einige Kontrollierte zweifelten zwar an der Notwendigkeit, wurden jedoch eines Besseren belehrt. Um es in polizeilicher Sprache auszudrücken: Polizei und Ordnungsbehörden sind die „Rennleitung“ und setzen die festgelegten – und nicht individuell auslegbaren – gesetzlichen Bestimmungen durch. Letztendlich dienen diese dazu, Gefahren zu minimieren, die insbesondere durch riskantes Fahren und unsachgemäßes Tuning erhöht werden.

Für Rückfragen ist die Pressestelle der Polizeidirektion Kiel heute bis 18:30 Uhr unter der Rufnummer 0431-1602010 erreichbar.

Matthias Arends / Stephanie Lage – Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022

Im Jahr 2022 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% der Gesamtzahl aus, was 1.753 Unfällen entspricht. 382 Unfälle, also 0,46%, ereigneten sich unter dem Einfluss berauschender Mittel. Die meisten Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle mit 68.911 Fällen, was 83,33% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.688 Unfälle (67,34%), außerorts (ohne Autobahnen) 23.501 Unfälle (28,42%) und auf Autobahnen 3.508 Unfälle (4,24%). 102 Menschen verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben, 1.947 wurden schwer verletzt und 12.627 leicht verletzt.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 82.697
Unfälle mit Personenschaden 11.651
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.753
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 382
Übrige Sachschadensunfälle 68.911
Ortslage – innerorts 55.688
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 23.501
Ortslage – auf Autobahnen 3.508
Getötete 102
Schwerverletzte 1.947
Leichtverletzte 12.627

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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