Polizeiarbeit beginnt vorher! “Pass auf!”-Tipp: Thema Einbruchschutz, Präventionsveranstaltung im Oktober.
Kiel / Kreis Plön: Präventionstipp der Kieler Polizei

Kiel / Kreis Plön (ost)
Die Arbeit der Polizei umfasst nicht nur Verkehrsunfälle, Straftaten und Einsätze. Ein bedeutender Teil unserer Tätigkeit beginnt idealerweise schon, bevor überhaupt etwas geschieht. Manchmal genügt bereits ein aufmerksamer Blick, ein kleiner Hinweis oder das Wissen über das richtige Verhalten, um sich selbst oder andere zu schützen. Genau hier setzt unsere Serie “Pass auf!” an. Einmal im Monat werden wir künftig ein Thema genauer unter die Lupe nehmen, das uns im Alltag begegnen kann. Kurz gesagt, um alles, was dazu beitragen kann, nicht einmal Opfer einer Straftat zu werden oder gefährliche Situationen zu vermeiden. HINSCHAUEN – BESCHEID WISSEN – RICHTIG HANDELN Also “Pass auf!” – Ein Ratschlag, den man besser kennt, bevor man ihn benötigt.
Heute im Fokus: Einbruchschutz
Vorbeugen – Wie Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern schützen können
Viele Bürgerinnen und Bürger unterschätzen das Risiko, selbst Opfer eines Einbruchs zu werden. Ein Einbruch in die eigenen vier Wände kann für viele Menschen ein großer Schock sein. Durch angemessenes Verhalten, die richtige Sicherheitstechnik oder aufmerksame Nachbarn können viele Einbrüche verhindert werden.
Ratschläge:
Beim Verlassen des Hauses, auch nur für kurze Zeit, immer die Haustür abschließen. Verschließen Sie stets Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Gekippte Fenster sind offene Fenster. Verstecken Sie niemals Ihren Schlüssel draußen. Einbrecher finden jedes Versteck. Bei Verlust des Schlüssels den Schließzylinder austauschen. Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit. Kennzeichnen und fotografieren Sie Ihre Wertgegenstände. Erfassen Sie die wichtigsten Daten in einer Wertgegenstandsliste. Auch aufmerksame Nachbarn können dazu beitragen, Einbrüche zu verhindern. Einbrecher haben in einer aufmerksamen Nachbarschaft kaum eine Chance.
Seien Sie daher wachsam gegenüber Fremden im Treppenhaus oder Wohnumfeld. Sprechen Sie diese Personen direkt an. Überprüfen Sie in Mehrfamilienhäusern, wer ins Haus möchte, bevor Sie den Türöffner betätigen, und halten Sie Keller- und Dachbodentüren immer verschlossen. Informieren Sie die Nachbarn und die Polizei über verdächtige Beobachtungen.
Über ein Drittel der Einbrüche scheitert nachweislich an vorhandenen Sicherheitseinrichtungen. Daher kann es sich lohnen, in Sicherheitstechnik zu investieren. Informationen über finanzielle Unterstützung sowie konkrete Maßnahmen sind im Internet zu finden. Der optimale Schutz besteht aus der Installation von Sicherheitstechnik, sicherheitsbewusstem Verhalten und Aufmerksamkeit im Wohnbereich.
Alarmieren Sie bei Gefahr wie Hilferufen oder ausgelöster Alarmanlage
Für Interessierte:
Unter dem Motto “Gemeinsam für Ihre Sicherheit” dreht sich am 22. Oktober 2026 von 10-18 Uhr im Kieler Sophienhof alles um die Themen Einbruchschutz, Enkeltrick, Schockanrufe und weitere Präventionsmaßnahmen.
Besucher haben die Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren, Fragen zu stellen und die Menschen hinter dem Einsatz kennenzulernen. Neben dem THW, dem Ordnungsamt der Stadt Kiel und dem Katastrophenschutz werden auch Mitarbeiter des Sachgebiets 1.4. -Prävention- der Polizeidirektion Kiel und des Kommissariats 14 der Bezirkskriminalinspektion Kiel anwesend sein.
Kommen Sie vorbei, informieren Sie sich und nehmen Sie praktische Tipps für den Alltag mit.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 2675 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3271 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 400 auf 520. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 380 auf 427, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 335 auf 382 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen konstant bei 45 blieb. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 158 auf 191. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 27061 Einbruchsfälle registriert, was die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.675 | 3.271 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 400 | 520 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 427 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 335 | 382 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 45 | 45 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 158 | 191 |
Quelle: Bundeskriminalamt








