Polizei gibt wichtige Tipps zur Vermeidung von Wildunfällen. Präventionsveranstaltung am 19. September im Cittipark Kiel.
Kiel / Kreis Plön: Wildwechsel in KielKreis Plön

Kiel / Kreis Plön (ost)
Die Arbeit der Polizei beinhaltet nicht nur Verkehrsunfälle, Straftaten und Einsätze. Ein bedeutender Teil unserer Tätigkeit beginnt idealerweise schon, bevor überhaupt etwas passiert ist. Manchmal genügt bereits ein aufmerksamer Blick, ein kleiner Hinweis oder das Wissen über das richtige Verhalten, um sich selbst oder andere zu schützen. Genau hier setzt unsere Serie “Pass auf!” an.
Einmal im Monat werden wir künftig ein Thema genauer betrachten, das uns im Alltag begegnen kann. Kurz gesagt, alles, was dazu beitragen kann, gar nicht erst Opfer einer Straftat zu werden oder gefährliche Situationen zu vermeiden. HINSCHAUEN – BESCHEID WISSEN – RICHTIG HANDELN. Also “Pass auf!” – Ein Tipp, den es besser ist zu kennen, bevor man ihn benötigt.
Wir beginnen heute mit Thema 1: Wildwechsel! Mit den kürzer werdenden Tagen steigt auch wieder die Gefahr von Wildunfällen. Besonders in der Morgendämmerung und abends sind Rehe, Wildschweine und anderes Wild unterwegs. Im Herbst – und später erneut im Frühjahr – nimmt das Risiko von Wildunfällen deutlich zu. Wichtig zu wissen: Wildtiere sind selten alleine unterwegs – wo eins auftaucht, folgen meist weitere. Oft bleibt es bei Sachschäden, aber auch Personenschäden werden registriert.
So sollten Sie sich korrekt verhalten:
Reduzieren Sie die Geschwindigkeit! Wenn Sie Wild am Straßenrand entdecken, bremsen Sie ab und schalten Sie das Fernlicht aus, um die Tiere nicht zu blenden. Hupen ist erlaubt! Ein kurzes Hupen kann helfen, Wildtiere zu vertreiben. Weichen Sie nicht aus! Ein Ausweichmanöver kann gefährlicher sein als der Zusammenstoß. Bleiben Sie auf Ihrer Spur und halten Sie das Lenkrad fest. Nehmen Sie Hinweisschilder ernst! Sie stehen nicht ohne Grund. Viele unterschätzen die Gefahr und fahren zu schnell. Leitpfosten mit blauen Reflektoren sollen Wildtiere zusätzlich abschrecken – dennoch: Bleiben Sie wachsam!
Im Falle eines Zusammenstoßes:
Aktivieren Sie die Warnblinkanlage, ziehen Sie eine Warnweste an und sichern Sie die Unfallstelle. Versorgen Sie Verletzte – leisten Sie Erste Hilfe und rufen Sie den Rettungsdienst (Notruf 112). Informieren Sie die Polizei über 110 – auch bei geringem oder unsichtbarem Schaden ist eine Meldung erforderlich!
Wichtig:
Verlassen Sie sich nicht darauf, den Unfall später zu melden. Nur eine sofortige Meldung wird offiziell bestätigt – das ist wichtig für Ihre Versicherung und dient der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer.
Unser Appell:
Fahren Sie vorausschauend, bleiben Sie aufmerksam und passen Sie Ihr Tempo besonders in der Dämmerung an. So können Sie schwere Wildunfälle vermeiden. Wir wünschen eine gute und sichere Fahrt!
Für alle Interessierten:
Am 19. September 2026 findet von 10-18 Uhr im Cittipark Kiel eine gemeinsame Präventionsveranstaltung des ADAC, des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein und der Polizeidirektion Kiel statt. Unsere Kolleginnen und Kollegen des Sachgebietes 1.4 -Prävention- geben vor Ort Ratschläge, Tipps und Verhaltenshinweise rund um das Thema Wildwechsel. Besuchen Sie die Kolleginnen und Kollegen gerne an ihrem Infostand.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. 292 Unfälle, also 0,89%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die meisten Unfälle, nämlich 27.916, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 85,13% aller Unfälle entspricht. Von den Unfällen fanden 2.829 innerorts (8,63%), 1.003 außerorts (3,06%) und 400 auf Autobahnen (1,22%) statt. Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








