Mann bringt sich in Gefahr, um Familie nicht alleine zu lassen. Polizei leitet Strafverfahren ein.
Kiel: Lebensgefahr am fahrenden Zug – Mann hält sich fest

Büchen (ost)
Am Donnerstag (22.02.2024) um etwa 11:17 Uhr informierte die Notrufzentrale Hannover die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion Kiel darüber, dass sich ein männlicher Individuum außerhalb des fahrenden Zuges von Büchen nach Schwarzenbek festhielt.
Daraufhin wurden Polizeifahrzeuge sowohl von der Landes- als auch von der Bundespolizei zum Ort des Geschehens geschickt.
Kurz nachdem der Zug abgefahren war, erkannte der Zugführer des betroffenen Zuges die Gefahr und betätigte die Notbremse. Ein Mann stand auf dem Schlingerdämpfer und hielt sich an einem leicht geöffneten Fenster des Steuerwagens fest. Zu diesem Zeitpunkt fuhr der Zug bereits mit einer Geschwindigkeit von ca. 40-50 km/h. Der Regionalexpress kam knapp 500 Meter nach dem Verlassen des Bahnhofs Büchen zum Stillstand. Durch die Notbremsung wurde niemand verletzt. Der Mann stieg daraufhin in den Zug ein und fuhr weiter nach Schwarzenbek, wo die Polizei bereits auf ihn wartete.
Dem deutschen Staatsbürger gegenüber gab der Mann an, dass er den Zugstopp am Bahnhof Büchen nutzte, um eine Zigarette zu rauchen und dabei den Zeitpunkt zum Einsteigen in den Zug verpasste.
Weil sich seine Familie im Zug befand, entschied er sich, sie nicht alleine fahren zu lassen und hielt sich am fahrenden Zug fest. Dass er sich dabei in eine lebensgefährliche Situation brachte, war ihm zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht bewusst.
Gegen den Beschuldigten wurde ein Strafverfahren (Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr) eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Kiel durchgeführt.
Aufgrund der Einsatzmaßnahmen hatten zwei Züge insgesamt 38 Minuten Verspätung.
Kontakt:
Bundespolizeiinspektion Kiel
Polizeioberkommissar Sven Klöckner
Telefon: 0431/98071 – 118
Fax: 0431/98071 – 299
E-Mail: bpoli.kiel.c-oea@polizei.bund.de
www.bundespolizei.de
Twitter: @bpol_kueste
Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt nimmt als Bundesbehörde ihre
Aufgaben in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Nord-
und Ostsee und anlassbezogen darüber hinaus wahr.
Dazu sind ihr als operative Dienststellen die
Bundespolizeiinspektionen in Flensburg, Kiel, Rostock, Stralsund und
Pasewalk sowie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung
Rostock und eine Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit
unterstellt. Mit den Bundespolizeiinspektionen See in Neustadt in
Holstein, Warnemünde und Cuxhaven verfügt sie als einzige
Bundespolizeidirektion über eine maritime Einsatzkomponente
„Bundespolizei See“, um die Seegrenze in der Nord- und Ostsee
(Schengen-Außengrenze) zu überwachen.
Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt beschäftigt insgesamt ca.
2600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter Polizeibeamte,
Verwaltungsbeamte und Tarifbeschäftigte.
Auf Grundlage des Bundespolizeigesetzes und anderer Gesetze nimmt sie
umfangreiche und vielfältige Aufgaben wahr.
Dazu gehören insbesondere:
–
der grenzpolizeiliche Schutz des Bundesgebietes,
– die bahnpolizeilichen Aufgaben
– die grenzpolizeilichen, schifffahrtspolizeilichen und
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022
Im Jahr 2022 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% der Gesamtzahl aus, was 1.753 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 0,46% und 382 Unfällen eher selten. Der Großteil der Unfälle waren übrige Sachschadensunfälle mit 68.911 Fällen, was 83,33% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.688 Unfälle (67,34%), außerorts (ohne Autobahnen) 23.501 Unfälle (28,42%) und auf Autobahnen 3.508 Unfälle (4,24%). Insgesamt gab es 102 Getötete, 1.947 Schwerverletzte und 12.627 Leichtverletzte.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








