Autobahnkontrolle führt zu Aufgriff von gestohlenen Lebensmitteln. Verdacht auf Diebstahl hochwertiger Fleischwaren und alkoholischer Getränke. Ermittlungen laufen.
Kiel: Lebensmittel im Wert von 5.000 Euro sichergestellt

Kiel (ost)
Am Dienstagnachmittag, 20. Januar 2026, kontrollierten Einsatzkräfte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Autobahn (GFA) auf der Bundesautobahn 7 einen Pkw und stellten dabei mutmaßlich gestohlene Lebensmittel im Wert von rund 5.000 Euro sicher.
Gegen 14.10 Uhr fiel den zivilen Streifen der GFA ein VW Caddy auf, der zwischen dem Rastplatz Hüttener Berge-West und der Anschlussstelle Büdelsdorf in Fahrtrichtung Süden unterwegs war.
Da eine Kennzeichenabfrage im polizeilichen Informationssystem (INPOL) Hinweise auf den Halter des Fahrzeugs ergab, wurde der VW Caddy auf den Autobahnparkplatz Ohe-West gelotst und kontrolliert. Im Fahrzeug befanden sich zwei Männer rumänischer Staatsangehörigkeit.
„Gegen den 47-jährigen Fahrer, der zugleich Halter des Fahrzeugs ist, wird bereits wegen mehrerer Eigentumsdelikte in verschiedenen Bundesländern ermittelt. Er gilt daher als sogenannter „reisender Täter“, der auch überregional in Erscheinung tritt“, so Gabriele Oder, Sprecherin des Hauptzollamts Kiel.
Bei der Überprüfung des Fahrzeugs stellten die Einsatzkräfte auf der Ladefläche zwei große Plastiktransportsäcke fest, gefüllt mit unterschiedlichsten verderblichen und nicht verderblichen Lebensmitteln, deren Herkunft bislang nicht geklärt werden konnte.
„Die Angaben der Männer zu Herkunft und Zweck der Fahrt werfen noch zahlreiche Fragen auf. Aufgrund der Gesamtumstände besteht der Verdacht eines Diebstahls“, so Oder weiter.
Die Menge und die Art der sichergestellten Waren lassen erkennen, dass es sich nicht um einen Bagatellfall handelt: Unter anderem wurden hochwertige Fleischwaren wie Rinderfilets und Rumpsteaks, Lachs, Hähnchen- und Putenbrustfilets sowie Kaffee, Alkohol und Parmesankäse festgestellt. Ein Teil der verderblichen Lebensmittel wurde dabei ohne zusätzliche Kühlung transportiert.
„Der Fall zeigt, wie wichtig unsere gemeinsamen Kontrollen auf den Autobahnen sind – gerade bei grenzüberschreitender Kriminalität.“
Die Lebensmittel wurden sichergestellt. Die mutmaßlichen Tatverdächtigen konnten ihre Fahrt anschließend fortsetzen. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst des Polizeiautobahn- und Bezirksreviers Nord (PABR Nord) im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kiel.
Zusatzinformation:
Die Gemeinsame Fahndungsgruppe Autobahn (GFA) ist eine behördenübergreifende Einheit aus Landespolizei, Bundespolizei und Zoll.
Sie ist insbesondere auf Autobahnen und Fernstraßen im Einsatz und bekämpft dort grenzüberschreitende Kriminalität wie Diebstähle, Schmuggel, Drogenhandel und andere Delikte. Ziel ist es, Straftaten frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit auf den Verkehrswegen zu erhöhen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 10838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 9931 auf 9644 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 8645 auf 8326, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7470 auf 7225 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1175 auf 1101 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 1664 auf 1795. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 registriert.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








