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Kiel: Notbremsung nach Rauchen auf Zugtoilette

Ein Reisender löste eine Brandmeldeanlage aus, indem er auf der Zugtoilette rauchte. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen mehrerer Verstöße gegen Gesetze.

Foto: Unsplash

Preetz (ost)

Am Samstagmorgen leitete der Lokführer eines Zuges auf der Strecke Kiel – Lübeck eine Schnellbremsung ein. Der Grund dafür war, dass ein Reisender unerlaubt in der Zugtoilette rauchte und dadurch die Brandmeldeanlage auslöste.

Am 05.09.2026 gegen 00:20 Uhr informierte der Triebfahrzeugführer (TF) des erx21095 die Bundespolizei über die eingeleitete Schnellbremsung auf der Strecke Kiel – Lübeck, in der Nähe des Bahnhofs Preetz. Der TF meldete, dass die Auslösung der Brandmeldeanlage in der Toilette eines Wagens auf dem Display im Führerstand angezeigt wurde, woraufhin er den Zug sofort zum Stehen brachte. Zum Glück wurde niemand verletzt. Zudem war der Zug nur schwach besetzt. Eine Streife der Bundespolizeiinspektion Kiel erreichte daraufhin umgehend den Bahnhof Preetz. Nach dem Halt betrat der TF den Fahrgastraum, um die genaue Ursache herauszufinden. Dabei traf er auf den mutmaßlichen Verursacher, der spontan zugab, dass er an seiner e-Zigarette in der Toilette gezogen habe und es ihm leid tat. Auf dem Bahnsteig im Bahnhof Preetz wurde der 25-jährige Deutsche dann von den Bundespolizisten identifiziert und mit dem Vorfall konfrontiert. Gegen den Beschuldigten wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Verstoß gegen das Bundesnichtraucherschutzgesetz ermittelt. Außerdem besaß er keinen gültigen Fahrschein. Neben der Fahrpreisnacherhebung erwartet ihn auch eine Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen. Der 25-Jährige wurde anschließend entlassen.

André Fischer – Pressestelle Bundespolizeiinspektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% entspricht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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