Am Montag kam es zu versuchten Raubdelikten in Elmschenhagen. Geschädigte wurden unverletzt, Polizei sucht Zeugen.
Kiel: Polizei ermittelt nach Bargeldabhebungen in zwei Fällen von versuchtem Raub

Kiel (ost)
Am Montag, den 31. August 2026, ereigneten sich zwei versuchte Raubdelikte im Stadtteil Elmschenhagen. Die Geschädigten hatten in beiden Fällen kurz vor den Taten Bargeld von verschiedenen Bankfilialen abgehoben. Sie blieben unverletzt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Raubes und sucht Zeuginnen und Zeugen.
Das erste Verbrechen fand am Montag gegen 14:50 Uhr im Bereich der Teplitzer Allee statt. Die Geschädigte gab an, dass sie in einer Bankfiliale Bargeld abgehoben habe. Dabei bemerkte sie den späteren Täter, der sich ebenfalls in den Räumlichkeiten aufhielt. Nach dem Abheben des Geldes verließ die 70-Jährige die Filiale und ging zu Fuß auf dem Gehweg in der Teplitzer Allee weiter. Der Täter trat plötzlich an sie heran und entriss ihr die Kontoauszüge und das Handy. Dann flüchtete der Mann zu Fuß in Richtung Joachimsthaler Weg. Einsatzkräfte fanden die geraubten Gegenstände bei einer Suche im erweiterten Tatortbereich.
Gegen 15:30 Uhr ereignete sich im Bereich des Tiroler Rings ein weiteres, ähnlich gelagertes Verbrechen. Die Geschädigte gab an, dass sie zuvor gegen 15:10 Uhr in einer Bankfiliale im Landecker Weg Bargeld abgehoben habe. Ein Mann sei ihr aufgefallen, der vor der Filiale auf dem Bordstein saß. Nach dem Abheben des Geldes verließ die 44-Jährige die Filiale und ging zu Fuß über den Andreas-Hofer-Platz zur Wiener Allee und von dort in Richtung Tiroler Ring. Der Täter trat unvermittelt an sie heran und versuchte, ihr Handy und Portemonnaie zu entreißen. Als die Geschädigte laut schrie, flüchtete der Täter über einen Fußweg im Tiroler Ring, der entlang von Gärten führt.
Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen führten nicht zur Ergreifung des Tatverdächtigen. Der Kriminaldauerdienst der Bezirkskriminalinspektion Kiel übernahm die ersten Ermittlungen vor Ort.
Der männliche Täter wurde von den Geschädigten als etwa 20 bis 25 Jahre alt und schlank beschrieben. Er trug eine schwarze Kapuzenjacke, schwarze Hose und einen dunklen Vollbart.
Das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion Kiel führt die weiteren Ermittlungen. Aufgrund der ähnlichen Vorgehensweisen und der Täterbeschreibung prüfen die Ermittler mögliche Zusammenhänge. Da der Täter in beiden Fällen nicht in den Besitz des Bargeldes gelangte, wird wegen des Verdachts des versuchten Raubes ermittelt.
Um die Verbrechen aufzuklären, bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung und sucht Zeuginnen und Zeugen. Personen, die Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum gesuchten Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0431 / 160 3333 bei der Polizei zu melden.
Mathias Stöwer, Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1403 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 749 im Jahr 2022 auf 956 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 894 im Jahr 2022 auf 1101 im Jahr 2023. Davon waren 793 männliche Verdächtige und 101 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 1013 männliche und 88 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 310 im Jahr 2022 auf 427 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.194 | 1.403 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 749 | 956 |
| Anzahl der Verdächtigen | 894 | 1.101 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 793 | 1.013 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 101 | 88 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 310 | 427 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen, wovon 29 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mordfälle auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, darunter 67 Männer und 10 Frauen, wovon 28 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








