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Kiel: Polizeikontrollen von LKW und Busse in Schleswig-Holstein

Die Landespolizei Schleswig-Holstein kontrollierte in einer Woche 778 Fahrzeuge. Dabei wurden 394 Verstöße festgestellt, darunter technische Mängel und Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Foto: unsplash

Kiel (ost)

Von 09. bis 15. Februar führten Einsatzkräfte der Landespolizei Schleswig-Holstein in allen Regionen des Landes zahlreiche Kontrollen im Rahmen der europaweit durchgeführten ROADPOL-Kontrollwoche TRUCK & BUS durch. Bei etwa der Hälfte der Fahrzeuge wurden Verstöße festgestellt.

Insgesamt wurden 778 Fahrzeuge überprüft und dabei wurden 394 Verstöße festgestellt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs wurden von den Einsatzkräften 414 Verstöße bei 1080 kontrollierten Fahrzeugen festgestellt. In 65 Fällen (2025: 106) waren die festgestellten technischen Mängel der Fahrzeuge so gravierend, dass die Weiterfahrt untersagt wurde. 28 Fahrer und Fahrerinnen (2025: 26) waren zu schnell unterwegs und 214 (2025: 708) verstießen gegen die Sozialvorschriften (z.B. Verstoß gegen Lenk- und Ruhezeiten).

Ein möglicher Grund für die deutlich geringere Anzahl von Verstößen gegen die Sozialvorschriften sowie festgestellter technischer Mängel könnte laut Lars Hilgendorff, zuständig für die Verkehrsdurchsetzung im Landespolizeiamt Schleswig-Holstein, darin liegen, dass ein erhöhter Kontrolldruck besteht.

„LKW und Busse stellen aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts eine erhebliche Gefahr im Straßenverkehr dar. Verstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Überladung oder Missachtung von Sozialvorschriften erhöhen das Unfallrisiko und insbesondere die potenziellen Unfallfolgen deutlich“, so Hilgendorff. Die festgestellten Verstöße wurden konsequent geahndet und haben in der Regel Geldbußen zur Folge.

Die Polizei appelliert eindringlich, dass die Einhaltung der Vorschriften nicht nur der eigenen Sicherheit dient, sondern auch Leben schützen kann.

ROADPOL koordiniert europaweit Kontrollaktionen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Bei der Kontrollwoche TRUCK & BUS stehen LKW und Busse gezielt im Fokus. Diese Überprüfungen helfen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu minimieren, Verstöße konsequent zu ahnden und die Fahrer und Fahrerinnen für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Nur durch gemeinsame Anstrengungen von Polizei, Behörden und Fahrern kann die Zahl der Unfälle und Verkehrssicherheitsverstöße nachhaltig reduziert werden.

Die Landespolizei setzt weiterhin auf intensive Kontrollen und Prävention, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon endeten 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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