Am 11.07.2026 wollten Polizisten in Kiel-Mettenhof einen Mann in einem PKW kontrollieren. Nach Drogenfund griff ein Mann die Beamten mit Reizstoffsprühgerät an.
Kiel: Polizeikräfte bei Drogenfund angegriffen

Kiel (ost)
Am Nachmittag des 11.07.2026 planten Beamte des 3. Polizeireviers, eine Person in einem abgestellten Auto in der Hofholzallee in Kiel-Mettenhof zu überprüfen. Als die Person die Polizisten sah, flüchtete sie. Nach der Durchsuchung des Fahrzeugs, in dem eine beträchtliche Menge verschiedener Betäubungsmittel gefunden wurde, griff jemand die eingesetzten Polizisten mit einem Reizstoffsprühgerät an.
Um 16:30 Uhr befanden sich die Beamten auf einem Parkplatz in der Hofholzallee aufgrund eines anderen Einsatzes, als sie einen bereits polizeibekannten Mann bemerkten, der auf dem Fahrersitz eines Fahrzeugs saß. Da der 21-jährige Deutsche keine Fahrerlaubnis besaß, entschieden sich die Kräfte für eine Kontrolle. Als die Polizisten auf das Auto zukamen, verließ und verschloss der Verdächtige es und flüchtete.
Unmittelbar neben dem Fahrzeug fanden die Beamten eine Plastiktasche, in der sich mehrere verschreibungspflichtige Tabletten und flüssige Medikamente befanden. Ein Richter ordnete daraufhin die Durchsuchung des Fahrzeugs an. Im Auto entdeckten die Polizisten weitere Betäubungsmittel, darunter Kokain, sowie typische Verpackungsmaterialien der Szene. Die Beamten beschlagnahmten die gefundenen Gegenstände und Betäubungsmittel.
Während der polizeilichen Maßnahmen näherte sich ein weiterer bereits polizeibekannter Mann den Beamten und griff sie unerwartet mit einem Reizstoffsprühgerät an. Zunächst flüchtete auch der 21-jährige Deutsche, wurde aber später von Polizisten an seiner Wohnadresse angetroffen. Die beiden Polizisten erlitten leichte Verletzungen, die von einem alarmierten Rettungswagen versorgt wurden. Die Beamten setzten ihren Dienst anschließend fort. Gegen beide Männer leiteten die Beamten Strafverfahren ein.
Ricarda Blucha, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel Hanna Borgwardt, Staatsanwaltschaft Kiel
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 9.931 auf 9.644 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 8.645 auf 8.326, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7.470 auf 7.225 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1.175 auf 1.101 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 1.664 auf 1.795. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73.917 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








