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Kiel: Polizeikräfte überwältigen Angreifer mit DEIG

Einsatzkräfte setzten das Distanzelektroimpulsgerät gegen einen Angreifer ein, der Polizeibeamte mehrfach attackierte. Zwei Beamte wurden verletzt.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Am Wochenende setzten Einsatzkräfte das Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) gegen einen Mann ein, der die Polizeikräfte mehrfach angegriffen hatte. Zwei Polizeibeamte wurden verletzt. Eine Frau, die sich mit dem Angreifer solidarisierte, leistete ebenfalls Widerstand und verletzte eine Beamtin der Landespolizei und einen Beamten der Bundespolizei. Gegen beide Personen wurden Strafanzeigen erstattet.

Am Freitagabend gegen 18 Uhr kontrollierten zwei Polizeibeamte des 2. Polizeireviers Kiel am Bahnhofsvorplatz im Kontrollbereich am Kieler Hauptbahnhof einen jungen Mann und forderten ihn auf, sich auszuweisen. Zuerst behauptete der Mann, seinen Ausweis zu suchen, ergriff dann jedoch plötzlich die Flucht und entzog sich der Kontrolle.

Die Polizeibeamten holten den Mann in der Kaistraße ein. Er schlug sofort mit der Faust ins Gesicht eines 50-jährigen Polizeibeamten, der dadurch Gesichtsverletzungen erlitt. Später schlug und trat er auch gegen den zweiten 34-jährigen Polizeibeamten und verletzte auch diesen. Der körperliche Angriff konnte nicht mit einfacher körperlicher Gewalt gestoppt werden, sodass die Einsatzkräfte den Mann erst mit Hilfe eines DEIG-Schusses festnehmen konnten. Beide Polizeibeamten mussten anschließend im Krankenhaus behandelt werden.

Der Angreifer war ein 17-jähriger Syrer. Während der Einsatzabwicklung fanden die Polizeikräfte verschiedene Betäubungsmittel, darunter Marihuana, verschiedene Tabletten, mehrere Konsumeinheiten Kokain und Haschisch.

Er wird sich in einem Strafverfahren wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wegen unerlaubten Handelns verantworten müssen.

Während der Festnahme solidarisierten sich Personen aus der Trinker- und Drogenszene. Sie versuchten zunehmend, die polizeilichen Maßnahmen zu stören, weshalb weitere Kräfte zusammengezogen wurden. Eine 19-jährige Deutsche trat auf, die eine 29-jährige Polizeibeamtin der Landespolizei und einen 21-jährigen Polizeibeamten der Bundespolizei durch Kratzen, Schlagen und Treten verletzte. Die Polizeibeamtin erlitt eine Sprunggelenksverletzung und musste ärztlich behandelt werden. Der Beamte der Bundespolizei erlitt leichte Verletzungen, konnte aber weiterhin seinen Dienst verrichten.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die beschuldigte Frau wieder freigelassen. Sie erhielt einen Platzverweis. Gegen sie wurde ebenfalls ein Strafverfahren wegen Widerstands eingeleitet.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank von 9.931 im Jahr 2022 auf 9.644 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging ebenfalls von 8.645 auf 8.326 zurück. Davon waren 7.470 männliche Verdächtige und 1.175 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.664 im Jahr 2022 auf 1.795 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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