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Kiel: ROADPOL-Kontrollwoche TRUCK & BUS in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein wurden 1.313 Fahrzeuge kontrolliert, 457 Verstöße festgestellt. Positive Entwicklung trotz gestiegener Kontrollzahlen.

Foto: unsplash

Kiel (ost)

Im Rahmen der europäischen ROADPOL-Kontrollwoche TRUCK & BUS wurden in Schleswig-Holstein vom 13. bis 22 November 2025 insgesamt 1.313 Fahrzeuge kontrolliert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung der kontrollierten Fahrzeuge um 284. Trotz der gestiegenen Kontrollzahlen blieb die Gesamtzahl der festgestellten Verstöße mit 457 nahezu konstant im Vergleich zu 455 im November 2024.

Verglichen mit der Kontrolle aus November 2024 ist die Anzahl der festgestellten Geschwindigkeitsverstöße ist von 51 auf 34 gesunken, während die Anzahl der Untersagungen der Weiterfahrt auf Grund von technischen Mängel von 88 auf 75 gesunken ist. Auch wenn die Vergleichbarkeit zwischen den Jahren durch beispielsweise unterschiedliche Kontrollorte nicht eins zu eins gegeben ist, kann es als positiv gewertet werden. „Es freut uns, dass wir in diesen Bereichen weniger Feststellungen hatten als im Vorjahr.“, erklärt Lars Hilgendorff, zuständig für den verkehrspolizeilichen Aufgabenvollzug im Landespolizeiamt Schleswig-Holstein. „Weniger Verstöße bei mehr Kontrollen – die Richtung stimmt. Dennoch sind 34 zu schnelle LKW oder Busse zu viel.“

Einen deutlichen Anstieg gab es zudem bei den Verstößen gegen Sozialvorschriften. Die Zahl hat sich von 480 im Vorjahr auf 961 in diesem Jahr verdoppelt. Hierunter fallen zum Beispiel Verstöße gegen Lenk und Ruhezeiten. Hilgendorff dazu: „Die deutliche Steigerung ist vor allem auf eine Gesetzesänderung zurückzuführen: Nachweise müssen nun für 56 anstatt, wie bisher, 28 Tage rückwirkend mitgeführt werden. Dennoch ist dieser Anstieg erschreckend hoch und nicht zu akzeptieren.“ Die festgestellten Verstöße wurden daher konsequent geahndet und haben in der Regel Geldbußen zur Folge.

LKW und Busse stellen aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts eine erhebliche Gefahr im Straßenverkehr dar. Verstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Überladung oder Missachtung von Sozialvorschriften erhöhen das Unfallrisiko und insbesondere die potenziellen Unfallfolgen deutlich. Die Polizei appelliert eindringlich, dass die Einhaltung der Vorschriften nicht nur der eigenen Sicherheit dient, sondern auch Leben schützen kann.

ROADPOL koordiniert europaweit Kontrollaktionen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Bei der Kontrollwoche TRUCK & BUS stehen LKW und Busse gezielt im Fokus. Diese Kontrollen helfen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu minimieren, Verstöße konsequent zu ahnden und die Verkehrsteilnehmenden für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Nur durch gemeinsame Anstrengungen von Polizei, Behörden und Fahrerinnen und Fahrern kann die Zahl der Unfälle und Verkehrssicherheitsverstöße nachhaltig reduziert werden.

Die Polizei Schleswig-Holstein setzt weiterhin auf intensive Kontrollen und Prävention, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon endeten 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwere Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 292 Fällen (0,89%) vergleichsweise selten. Der Großteil der Unfälle (85,13%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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