Die Bundespolizei musste erneut ausrücken, um neun Schafe von den Bahngleisen zu entfernen. Der Tierhalter erwartet eine Anzeige und die Bahnstrecke wurde nach anderthalb Stunden wieder freigegeben.
Kiel: Schafe im Gleis lösen Polizeieinsatz aus

Mohrkirch (ost)
Gestern Nachmittag gegen 15.45 Uhr musste die Bundespolizei in Flensburg erneut wegen gemeldeter Tiere auf den Gleisen eingreifen. Die Bahnstrecke von Flensburg nach Kiel wurde gesperrt und ein Streifenteam wurde entsandt.
Bei Mohrkirch konnte die Streifenwagenbesatzung auch neun Schafe auf den Bahngleisen entdecken (siehe Abbildung). Zum Glück kam kein Zug vorbei. Mit Hilfe des Schafhalters konnten die neun Tiere auf eine andere Weide gebracht werden.
Es stellte sich heraus, dass der Zaun an einem Solarfeld entlang der Bahnstrecke beschädigt war. Der Zaun wurde vorübergehend repariert.
Der 56-jährige Tierhalter wird jetzt angezeigt. Die Sperrung der Bahnstrecke wurde um 17.10 Uhr aufgehoben.
Erst am Freitag gab es einen ähnlichen Vorfall mit Schafen auf den Gleisen, der ebenfalls zu einer Sperrung der Bahnstrecke führte, um vier Schafe in Sicherheit zu bringen.
Die Bundespolizei weist darauf hin, dass Tierhalter bestimmte Pflichten haben. Der verantwortliche Tierhalter ist vor allem in der Nähe der Gleise für den ordnungsgemäßen Zustand seines Zauns verantwortlich. Wenn Tiere ausbrechen und möglicherweise einen Zug zum Bremsen zwingen, könnte dies als gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr (Straftat) betrachtet werden. Personen im Zug könnten auch bei einer Bremsung verletzt werden. Der Verantwortliche könnte auch für Zugverspätungen oder Ausfälle haftbar gemacht werden.
Quelle: Presseportal








