Der Wasserzoll leistet mehr als Schmuggelbekämpfung. Zöllner retten Menschen in Not und bekämpfen Umweltverschmutzung auf See.
Kiel: Schutz von Mensch und Umwelt auf See

Kiel, Flensburg, Neustadt, Schleswig-Holstein (ost)
Am 5. Juni ist Tag der Umwelt. Viele verbinden den Zoll vor allem mit Kontrollen und der Bekämpfung von Schmuggel. Doch auf See übernehmen Zöllnerinnen und Zöllner auch wichtige Aufgaben zum Schutz von Mensch und Umwelt.
Wie vielfältig diese Arbeit tatsächlich ist, zeigen Beispiele aus dem Einsatzalltag des Hauptzollamts Kiel vor der schleswig-holsteinischen Küste:
Vor Schönhagen unterstützten Besatzungen der Zollboote „Schleswig-Holstein“ und „Gelting“ gemeinsam mit Feuerwehr und Rettungsdienst die Rettung einer Person, die an einer schwer zugänglichen Steilküste im Schlamm feststeckte.
Während einer anderen Streifenfahrt entdeckte die Besatzung des Zollboots „Schleswig-Holstein“ einen Kitesurfer, der bereits weit von der Küste abgetrieben war. Mithilfe des Tochterbootes nahmen die Zöllnerinnen und Zöllner den Mann mitsamt seiner Ausrüstung an Bord. Erst im Nachhinein wurde dem Kitesurfer bewusst, wie lebensbedrohlich seine Situation auf offener See bereits geworden war.
Auch beim Schutz der Meeresumwelt sind die Zollbesatzungen regelmäßig im Einsatz. Während einer Streifenfahrt in der Baltic Bay Marina in Laboe stellte der Kieler Wasserzoll einen großflächigen Ölteppich im Hafenbecken fest. Gemeinsam mit Feuerwehr und Wasserschutzpolizei verhinderten die Zöllnerinnen und Zöllner die weitere Ausbreitung der Verunreinigung.
„Viele verbinden den Zoll vor allem mit Kontrollen an Land. Dass unsere Besatzungen auf der Ostsee regelmäßig auch Menschen retten oder Umweltverschmutzungen bekämpfen, ist weit weniger bekannt“, so Gabriele Oder.
Der Wasserzoll ist bundesweit mit 29 Zollbooten und Zollschiffen im Einsatz. Rund 400 Zöllnerinnen und Zöllner versehen ihren Dienst auf Nord- und Ostsee sowie auf dem Bodensee. Neben der Bekämpfung von Schmuggel überwachen die Zollbesatzungen den Schiffsverkehr und kontrollieren die Einhaltung zahlreicher Verbote und Beschränkungen, die dem Umwelt-, Arten- und Gewässerschutz dienen. Auf Nord- und Ostsee ist der Wasserzoll außerdem Teil der Küstenwache des Bundes.
Beim Hauptzollamt Kiel liegt der Schwerpunkt auf der Ostsee. Knapp 50 Zöllnerinnen und Zöllner versehen hier ihren Dienst auf See. Zur Kieler Zollflotte gehören die Zollboote „Schleswig-Holstein“ und „Holnis“ mit Heimathafen Kiel, das Zollboot „Gelting“, das von Flensburg aus in der Ostsee und im Bereich der Flensburger Förde eingesetzt wird, sowie das Zollschiff „Fehmarn“ mit Heimathafen Neustadt in Holstein.
„Viele Einsätze auf See beginnen unspektakulär. Wie schnell daraus Situationen mit Gefahr für Menschen oder Umwelt werden können, zeigt sich oft erst vor Ort“, so Oder abschließend.
Zusatzinformation:
Der Tag der Umwelt geht auf die erste Umweltkonferenz der Vereinten Nationen zurück, die am 5. Juni 1972 in Stockholm eröffnet wurde. Seitdem soll der Aktionstag weltweit das Bewusstsein für den Schutz der Umwelt stärken. Wer sich für die spannende Arbeit des Wasserzolls interessiert, findet Informationen zu Ausbildung, Studium und Karrieremöglichkeiten unter www.zoll.de bzw. www.zoll-karriere.de
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen gemeldet, was 0,89% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916, was 85,13% entspricht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








