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Kiel: Schwere Raub in Boksee, Festnahmen und Untersuchungshaft

Drei Tatverdächtige festgenommen, zwei in Untersuchungshaft, einer freigelassen nach Raub mit Gewaltanwendung in Boksee.

Foto: Depositphotos

Boksee (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel

Am Abend des 1. Februar 2026 ereignete sich gegen 20.30 Uhr auf dem Übungsplatz in Boksee ein schwerer Raubüberfall auf zwei Männer, die sich mit den Tätern getroffen hatten, um ein Fahrzeug zu kaufen.

Nach den bisherigen Informationen sollen die Täter die Opfer plötzlich angegriffen und dabei neben brutaler physischer Gewalt auch Pfefferspray und eine Schusswaffe eingesetzt haben. Die Opfer wurden gezwungen, das mitgeführte Bargeld herauszugeben. Einer der Täter soll zur Einschüchterung einen Schuss in Richtung des Bodens abgefeuert haben.

Siehe auch die Pressemitteilung vom 27. März 2026 unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/6245100

Durch intensive Ermittlungen konnten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel beim Amtsgericht Kiel drei Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt werden, die gestern vollstreckt wurden. Bei den Durchsuchungen stellten die Polizisten potenzielle Beweismittel sicher. Außerdem wurden drei Verdächtige an den Durchsuchungsorten festgenommen. Es handelt sich um 17-, 27- und 30-jährige Deutsche.

Die Polizeikräfte brachten die drei Verdächtigen gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel vor eine Haftrichterin. Gegen die 27- und 30-jährigen Männer wurde Untersuchungshaft angeordnet. Sie wurden in Justizvollzugsanstalten gebracht. Der 17-Jährige wurde nach der Vorführung wieder freigelassen.

Die Männer werden sich in einem Strafverfahren wegen des Verdachts des schweren Raubes und der gefährlichen Körperverletzung verantworten müssen. Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Plön durchgeführt.

Stephanie Lage, Polizeidirektion Kiel

Michael Bimler, Staatsanwaltschaft Kiel

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1403 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 749 auf 956. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 894 auf 1101, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 793 auf 1013 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 101 auf 88 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 310 auf 427. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 12625 Fällen die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.194 1.403
Anzahl der aufgeklärten Fälle 749 956
Anzahl der Verdächtigen 894 1.101
Anzahl der männlichen Verdächtigen 793 1.013
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 101 88
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 310 427

Quelle: Bundeskriminalamt

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