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Kiel: Sicherheitskontrollen durch Landespolizei

Die Landespolizei Schleswig-Holstein führte im Rahmen der ROADPOL-Kontrollwoche über 5.000 Fahrzeugkontrollen durch, bei denen 1.900 Verstöße aufgrund von Ablenkung und fehlendem Gurt festgestellt wurden.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Von 05. bis 11. Oktober hat die Landespolizei Schleswig-Holstein im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche mehr als 5.000 Fahrzeuge überprüft, mit dem Schwerpunkt auf Ablenkung und Gurt. Insgesamt wurden rund 1.900 Verstöße festgestellt.

Während der täglichen Kontrollen in allen Teilen des Landes wurden 5.134 Fahrzeuge auf nicht angeschnallte Insassen und die Nutzung elektronischer Geräte überprüft.

836 Personen waren nicht angeschnallt, darunter 43 Kinder. 1.054 Personen benutzten während der Fahrt ein Handy. Diese Zahlen zeigen, dass immer noch zu viele Menschen die Gefahren von Ablenkung und nicht angelegten Sicherheitsgurten unterschätzen.

Die Gefahr eines Unfalls steigt erheblich, wenn Fahrerinnen und Fahrer ihre Aufmerksamkeit nicht auf den Verkehr, sondern auf ihr Smartphone, Tablet oder andere multimediale Ablenkungen richten. Drei Sekunden Ablenkung bei 50 km/h bedeuten eine etwa 40 Meter lange Fahrt im Blindflug. Deshalb ist es weiterhin wichtig, sich während der Fahrt auf die Straße und den Verkehr zu konzentrieren und sich nicht ablenken zu lassen.

Auch ohne angelegte Sicherheitsgurte steigt das Verletzungsrisiko erheblich. Ob es sich um eine lange Fahrt oder nur um den kurzen Weg zum Einkauf oder zur Schule handelt, spielt dabei keine Rolle.

Während der Kontrollen wurden auch viele andere Verstöße von Fahrerinnen und Fahrern abseits der Schwerpunktthemen festgestellt. Zum Beispiel fuhren 17 Personen ohne Fahrerlaubnis.

Die Landespolizei nimmt das ganze Jahr über an allen unter dem Motto “ROADPOL” durchgeführten Schwerpunktkontrollen teil und wird auch zukünftig ähnliche Kontrollen durchführen, um für diese Themen zu sensibilisieren und die Verkehrssicherheit für alle Beteiligten im Straßenverkehr zu gewährleisten. Andere Schwerpunkte in diesem Jahr waren bereits Geschwindigkeitsmessungen, Alkohol und Drogen oder der gewerbliche Güter- und Personenverkehr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle ausmacht. 292 Unfälle, also 0,89%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die restlichen 27.916 Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle, was 85,13% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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