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Kiel: Tatverdächtiger nach versuchtem Tötungsdelikt auf freiem Fuß

Nach einem versuchten Tötungsdelikt in Kiel wurde der Tatverdächtige freigelassen. Er hatte sich selbst auf einer Polizeidienststelle gestellt.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Kiel und Polizeidirektion Kiel

Nach einem Vorfall in der Nacht von Sonntag auf Montag am Dreiecksplatz in einer Wohnung oder einem Treppenhaus, bei dem ein versuchtes Tötungsdelikt stattgefunden hat, wurde der Verdächtige gestern wieder freigelassen. Zuvor hatte sich der Verdächtige am Montagmorgen selbst auf einer Polizeiwache gestellt.

Der Vorfall ereignete sich nach dem aktuellen Stand am 22.12.25 um 0:15 Uhr. Ein 25-jähriger deutscher Mann war zuvor an der Tür der Wohnung des späteren Verdächtigen erschienen und hatte ihn an der geöffneten Tür mit einer Schusswaffe bedroht. Der Wohnungsinhaber deutscher Staatsangehörigkeit versuchte, die Tür zu schließen, zog dann ebenfalls eine Schusswaffe und verteidigte sich gegen die Person. Der Angreifer erlitt schwere Verletzungen, flüchtete zunächst und begab sich dann in ein Krankenhaus in Kiel.

Der 39-jährige Verdächtige stellte sich am Morgen des 22.12.25 auf einer Polizeiwache in Kiel. Er wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen. Da kein dringender Tatverdacht vorlag, beantragte die Staatsanwaltschaft Kiel keinen Haftbefehl gegen den 39-jährigen Mann. Gestern Nachmittag wurde er wieder freigelassen.

Die Ermittlungen werden vom Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Kiel durchgeführt.

Stephanie Lage / Polizeidirektion Kiel

Michael Bimler / Staatsanwaltschaft Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wovon 55 aufgeklärt werden konnten. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, davon waren 56 männlich und 6 weiblich. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 74, wovon 66 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 77, wobei 67 männlich und 10 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 28 konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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