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Kiel: Tötungsdelikt in Altenholz

Kriminalpolizei ermittelt nach versuchtem Tötungsdelikt in Altenholz, bei dem eine Frau schwer verletzt wurde. Die Tatverdächtige wurde kurz nach der Tat festgenommen.

Foto: Depositphotos

Altenholz (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Kiel und Polizeidirektion Kiel

Am Mittwochnachmittag ereignete sich ein versuchtes Tötungsdelikt in Altenholz, bei dem eine Frau schwer verletzt wurde. Die Polizei nahm die Verdächtige kurz nach der Tat fest.

Nach derzeitigen Ermittlungen griff die 62-jährige Verdächtige die 83-jährige Bekannte gegen 15 Uhr in einem Garten in der Danziger Straße an und verletzte sie schwer mit einem Messer. Im Krankenhaus wurden potenziell lebensbedrohliche Verletzungen festgestellt. Der Zustand der Verletzten ist stabil, es besteht keine Lebensgefahr.

Die Einsatzkräfte nahmen die Verdächtige kurz darauf in der Nähe des Tatorts fest. Sie wurde in Polizeigewahrsam genommen und befindet sich noch dort. Eine Entscheidung, ob die Staatsanwaltschaft einen Haftantrag beim Haftrichter stellen wird, soll im Laufe des Tages getroffen werden.

Es scheint, dass zwischen den Frauen schon seit geraumer Zeit ein Streit schwelt. Ob dies der Auslöser für die Tat war, muss die weitere Untersuchung zeigen. Weitere Informationen können zum aktuellen Zeitpunkt nicht gemacht werden.

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die die Tat beobachtet haben und bisher keine Angaben gegenüber der Polizei gemacht haben. Hinweise werden von den Ermittlern unter 0431 / 160 3333 entgegengenommen.

Michael Bimler / Staatsanwaltschaft Kiel

Matthias Arends / Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wovon 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 74, wovon 66 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, darunter 67 Männer und 10 Frauen. 28 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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