Ein Tötungsdelikt in Eckernförde sorgt für öffentliche Aufmerksamkeit im Bereich Sauersgang. Die Polizei betont, dass es sich um einen Einzelfall handelt und keine erhöhte kriminelle Situation vorliegt.
Kiel: Tötungsdelikt in Eckernförde

Eckernförde (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel und Neumünster
Nach dem Vorfall in Eckernförde am vergangenen Mittwochabend liegt der Fokus nun auch auf dem Bereich Sauersgang. Die Polizei betont, dass dieser Bereich in letzter Zeit nicht als besonders kriminalitätsbelastet galt.
Von 19.05.22 bis 15.06.22 wurde der Sauersgang vorübergehend als Kontrollort eingerichtet. Dies geschah aufgrund einer Häufung von Straftaten wie Körperverletzungen, Bedrohungen, Nötigungen und Sachbeschädigungen, inklusive einzelner Raubüberfälle. Nach einer Bewertung der Lage stellte sich jedoch heraus, dass sich die Situation vor Ort beruhigt hatte und die rechtlichen Voraussetzungen für die Maßnahme nicht mehr gegeben waren. Der Kontrollbereich wurde daraufhin aufgehoben.
Seitdem gab es keine belastbaren Informationen oder statistischen Daten, die eine erneute Einrichtung eines Kontrollbereichs rechtfertigen würden.
Nach derzeitigem Stand handelt es sich bei dem diskutierten Gewaltverbrechen um einen isolierten Fall, der keine veränderte kriminalitätsbelastete Situation erkennen lässt.
Die Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass das Opfer nicht zufällig angegriffen wurde, sondern dass dem eine gezielte Vorgeschichte zugrunde lag. Es bestand keine Gefahr für die Öffentlichkeit.
Am Sonntagabend fand eine Spurensuche im Bereich der Schule am Noor in Eckernförde statt. Aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens werden derzeit keine Informationen über möglicherweise gefundene beweiserhebliche Gegenstände herausgegeben.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Constanze Becker, Pressesprecherin der Polizeidirektion Neumünster
Michael Bimler, Staatsanwaltschaft Kiel
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wovon 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, davon 56 männliche und 6 weibliche Verdächtige. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 74, wobei 66 Fälle aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, davon 67 männliche und 10 weibliche Verdächtige. 28 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








