Ein Fahrer eines Bestattungswagens wurde von der Bundespolizei gesucht, da er eine Geldstrafe nicht bezahlen konnte und im Wagen ein Leichnam war.
Kiel: Totentransporter-Fahrer per Haftbefehl gesucht

Kiel-Ostuferhafen (ost)
Polizeibeamte haben am 16.02.2025 im Hafen des Kieler Ostufer einen Fahrer eines Leichenwagens entdeckt, der per Haftbefehl gesucht wurde. Er konnte das erforderliche Geld zunächst nicht aufbringen und es drohte ihm Haft. Und dann war da noch der Tote im Fahrzeug.
Am 16.02.2026 gegen 16:45 Uhr überwachte eine Streife der Bundespolizeiinspektion Kiel den Ausreiseverkehr im Ostuferhafen. Dabei kontrollierten sie einen 54-jährigen lettischen Staatsbürger, der mit einem Leichenwagen zur Ausreise nach Litauen bereitstand. Die Überprüfung seiner Daten ergab einen Haftbefehl einer Staatsanwaltschaft in Hessen. Demnach wurde der Lette 2021 von einem Gericht wegen Trunkenheit im Verkehr zu einer Geldstrafe verurteilt, die er bisher nicht bezahlt hatte. Bei Nichtzahlung drohten ihm 90 Tage Ersatzfreiheitsstrafe. Er gab an, dass er die 2250,- Euro nicht aufbringen könne und somit wohl ins Gefängnis müsse. Es gab jedoch noch ein Problem. Im Wagen befand sich ein Sarg mit einem Toten, der nach Litauen überführt werden sollte. Die mitgeführten offiziellen Papiere bestätigten dies. Vor diesem Hintergrund erkundigten sich die Beamten erneut nach Möglichkeiten, das Geld aufzutreiben. Der Mann nahm dann erneut Kontakt mit der Chefin seines Bestattungsunternehmens in Litauen auf. Sie war bereit, ihm den ausstehenden Betrag zu überweisen, so dass er ihn anschließend am Geldautomaten abheben konnte. Nach Zahlung der 2250,- Euro wurde die Festnahme aufgehoben und der 54-jährige konnte noch am selben Abend mit Wagen und Leichnam auf der Fähre nach Litauen ausreisen.
André Fischer – Pressestelle Bundespolizeiinspektion Kiel
Quelle: Presseportal








