Gestern Abend wurde der Leitstelle der Bundespolizei die Bremsung eines Zuges gemeldet, der ein Fahrrad überfahren hatte. Eine Nordbahn auf der Fahrt von Kiel nach Husum überfuhr ein ins Gleis gelegtes Fahrrad.
Kiel: Überfahrt im Gleis liegendes Fahrrad – Bundespolizei sucht Zeugen

Owschlag (ost)
Gestern Abend um etwa 22.30 Uhr meldete die Leitstelle der Bundespolizei, dass ein Zug ein Fahrrad überfahren hatte, das auf den Gleisen lag. Zum Glück wurde niemand im Zug durch die Notbremsung verletzt.
Die Bundespolizei schickte eine Streife in Richtung Owschlag. Dort wurde festgestellt, dass ein Nordzug auf dem Weg von Kiel nach Husum in Höhe Owschlag/Alt Duvenstedt über ein auf den Gleisen liegendes Fahrrad gefahren war (siehe Bild).
Das Fahrrad wurde für die Spurensicherung sichergestellt. Die Bahnstrecke war für etwa 30 Minuten für die Nahbereichsfahndung gesperrt. Dadurch hatten zehn Züge 193 Minuten Verspätung.
In diesem Bereich gab es in den letzten 4 Wochen mindestens 3 weitere gefährliche Eingriffe, bei denen ein weiteres Fahrrad (Bild 2), Kabelschutzrohre und Warnbaken auf die Gleise geworfen wurden und dadurch Beeinträchtigungen im Zugverkehr entstanden.
Die Bundespolizei sucht nun Zeugen, die am Donnerstag, den 23.04.2026, zwischen 19.00 Uhr und 24.00 Uhr Personen in der Nähe des Owschlager Damms/Moors gesehen haben oder Informationen zur Herkunft der Fahrräder geben können.
Die Täter könnten mit dem Fahrrad unterwegs gewesen sein und es dann auf die Gleise gelegt haben. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Flensburg unter 0461 / 31 32 – 0 entgegen.
Die Bundespolizei warnt davor, die Bahnanlagen zu betreten und insbesondere Gegenstände auf die Gleise zu legen. Dies ist kein “Dumme-Jungen-Streich”, sondern kann zu Zugentgleisungen führen oder Reisende könnten durch Notbremsungen im Zug verletzt werden.
Gefährliche Eingriffe in den Zugverkehr werden mit Freiheitsstrafen von 6 Monaten bis zu 10 Jahren geahndet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle in Schleswig-Holstein. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








