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Kiel: Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Schnelle Rettung nach medizinischem Notfall, Gaffer sorgen für Unverständnis.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Wegen eines medizinischen Notfalls verlor der Fahrer eines PKW am Samstagmittag gegen 14:00 Uhr auf der Fahrt in Richtung Norden auf der Straße „Wall“ (Kiel) allein die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Der bewusstlose Fahrer geriet mit seinem PKW zunächst auf den mittleren Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen, bevor er nach einigen Metern frontal gegen einen Stadtbaum prallte. Erste Anrufer berichteten, dass die Türen des PKW nicht geöffnet werden konnten, weshalb ein umfangreiches Aufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst mit dem Alarmstichwort „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ zur Einsatzstelle gerufen wurde.

Ein zufällig vorbeikommendes Rettungswagen-Team der RKiSH konnte über die Beifahrertür Zugang erhalten und begann mit der Versorgung des Patienten. Die Fahrertür wurde später mit einem hydraulischen Rettungsgerät entfernt, um eine größere Öffnung für die Versorgung und Befreiung des mittlerweile wieder ansprechbaren Patienten zu schaffen. Nach Absprache mit der Notärztin vor Ort konnte der Patient, der im Fußbereich eingeklemmt war, in weniger als 20 Minuten mit technischem Gerät befreit und schonend über die Fahrertürseite gerettet werden.

Der Rettungsdienst brachte ihn anschließend notarztbegleitet in ein nahegelegenes Krankenhaus zur weiteren Behandlung.

An dem Einsatz waren etwa 25 Kräfte der Berufsfeuerwehr Kiel, des Rettungsdienstes Kiel, der Polizei Kiel sowie eine Rettungswagenbesatzung der RKiSH als Ersthelfer beteiligt.

Das Verhalten vieler Schaulustiger an der Einsatzstelle sorgte bei den Einsatzkräften für absolutes Unverständnis. Es mussten zusätzliche mobile Sichtschutzwände aufgestellt werden, um die Rettungsmaßnahmen vor Filmenden und sogar vor den Blicken von Kindern in Begleitung ihrer Eltern abzuschirmen. Die Feuerwehr appelliert eindringlich, aus Respekt vor den Verunfallten und Verletzten, aber auch zum eigenen Schutz, ein möglicherweise strafbares Verhalten zu unterlassen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022

Im Jahr 2022 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% (1.753 Unfälle) aus, während Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel nur 0,46% (382 Unfälle) ausmachten. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 83,33% (68.911 Unfälle). Innerorts ereigneten sich 67,34% der Unfälle (55.688), außerorts (ohne Autobahnen) 28,42% (23.501) und auf Autobahnen 4,24% (3.508). Insgesamt gab es 102 Getötete, 1.947 Schwerverletzte und 12.627 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 82.697
Unfälle mit Personenschaden 11.651
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.753
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 382
Übrige Sachschadensunfälle 68.911
Ortslage – innerorts 55.688
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 23.501
Ortslage – auf Autobahnen 3.508
Getötete 102
Schwerverletzte 1.947
Leichtverletzte 12.627

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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