Am 1. Februar 2026 wurden zwei Männer am Übungsplatz in Boksee Opfer eines schweren Raubes. Die Täter sind flüchtig und die Polizei sucht dringend Zeuginnen und Zeugen.
Kiel: Zeugenaufruf nach Raub in Boksee

Plön (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Kiel und Polizeidirektion Kiel
Am 1. Februar 2026 wurden am Übungsplatz in Boksee zwei Männer Opfer eines schweren Raubes. Die Opfer hatten sich mit den Tätern verabredet, um ein Auto zu kaufen. Vor Ort wurden sie von den vermeintlichen Verkäufern bedroht, misshandelt und gezwungen, den vereinbarten Kaufpreis herauszugeben. Die Täter sind geflohen. Die Kriminalpolizei Plön hat die Untersuchungen aufgenommen und sucht nach Zeugen.
Die Tat ereignete sich am 01.02.2026 um 20.30 Uhr. Die Opfer planten, am Übungsplatz Boksee ein Auto zu kaufen und wurden dort von drei bisher unbekannten Tätern erwartet, die mit einem schwarzen Audi Q8 mit gestohlenen Kennzeichen angekommen waren.
Laut bisherigen Informationen sollen die Täter die Opfer unerwartet angegriffen und neben massiver körperlicher Gewalt auch Pfefferspray und eine Schusswaffe eingesetzt haben. Die Opfer wurden gezwungen, das mitgeführte Bargeld herauszugeben. Einer der Täter soll zur Einschüchterung einen Schuss in Richtung Boden abgegeben haben.
Nachdem die Opfer das mitgeführte Geld an die Täter übergeben hatten, flüchteten sie mit dem schwarzen Audi Q8 in Richtung Boksee.
Alle drei Täter waren männlich, dunkel gekleidet und sprachen Deutsch. Der erste Täter soll ca. 190-200 cm groß und etwa 30 Jahre alt gewesen sein. Er hatte rote Haare, einen Bart und trug eine unauffällige Brille. Der zweite Täter wird beschrieben als dunkelhaarig, mit Dreitagebart, ca. 175 cm groß, etwa 25-35 Jahre alt und Raucher. Der dritte Täter wird als ca. 170 cm groß, dunkelhaarig, mit wenig Bartwuchs und 16-25 Jahre alt beschrieben. Das Phantombild des dritten Täters wird auf Anordnung des Amtsgerichts Kiel veröffentlicht.
Im Rahmen dieser öffentlichen Fahndung fragt die Polizei: Wer hat am Sonntagabend (01.02.2026) im Bereich des Übungsplatzes in Boksee verdächtige Beobachtungen gemacht? Wer kann Hinweise zum schwarzen Audi Q8 geben? Wer kann Informationen zur Identität der drei Täter liefern?
Die Staatsanwaltschaft Kiel hat zusammen mit der Kriminalpolizei in Kiel und Plön Ermittlungen wegen des Verdachts des besonders schweren Raubes und der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0431 / 160 -3333 entgegengenommen.
Babette Weiß, Polizeidirektion Kiel
Michael Bimler, Staatsanwaltschaft Kiel
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1403 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 749 auf 956. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 894 auf 1101, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 793 auf 1013 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 101 auf 88 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 310 auf 427. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.194 | 1.403 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 749 | 956 |
| Anzahl der Verdächtigen | 894 | 1.101 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 793 | 1.013 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 101 | 88 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 310 | 427 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wovon 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, davon 56 männlich und 6 weiblich. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 74, von denen 66 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, davon 67 männlich und 10 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 28 nahezu konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








