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Kiel: Zoll in Schleswig-Holstein zieht Bilanz für 2023

Der Zoll gewährleistet reibungslosen Handel, schafft faire Wettbewerbsbedingungen, schützt Arbeitnehmende und generiert jährlich Milliarden für den Bundeshaushalt.

Jahrespressekonferenz der Hauptzollämter Kiel und Itzehoe 2024 Quelle: HZA Kiel
Foto: Presseportal.de

Kiel, Rendsburg, Mölln, Lübeck, Heiligenhafen, Flensburg, Itzehoe, Husum, Brunsbüttel, Pinneberg, Helgoland (ost)

Der Zoll hat ein großes Aufgabenspektrum:

Er gewährleistet den reibungslosen Ablauf des internationalen Handels, schafft faire Wettbewerbsbedingungen für die Unternehmen, stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland und schützt Arbeitnehmende vor Ausbeutung.

Gleichzeitig schützt der Zoll die Natur und die Umwelt, schützt Bürgerinnen und Bürger vor Produktfälschungen oder nicht ordnungsgemäß geprüften Produkten und verhindert mit seinen Kontrollen illegale Warenströme.

Darüber hinaus generiert er als sogenannte Einnahmeverwaltung des Bundes jährlich circa die Hälfte der Gesamteinnahmen des Bundes.

Die Hauptzollämter Kiel und Itzehoe haben am 17. Mai 2024 Bilanz für das Jahr 2023 gezogen.

So konnten beide Hauptzollämter gemeinsam im vergangenen Jahr knapp dreieinhalb Milliarden Euro zum Bundeshaushalt beitragen.

„Der Zoll in Schleswig-Holstein hat im vergangenen Jahr rund 1,7 Millionen Warenpositionen, die durch Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger angemeldet wurden, abgefertigt und dadurch den Fluss der Warenströme für die Wirtschaft gewährleistet.“, so Francesca Ramus, Leiterin des Hauptzollamtes Itzehoe.

„Durch unsere Abfertigungstätigkeiten nahmen wir Einfuhrabgaben, also Zoll und Einfuhrumsatzsteuer, in Höhe von 2 Milliarden Euro ein. Wir entdecken bei unserer Arbeit regelmäßig Waren, die nicht den geltenden Sicherheitsbestimmungen entsprechen und hierdurch eine Gefahr für die Sicherheit und Gesundheit der Verbraucher darstellen können. So konnten wir im vergangenen Jahr 40.000 solcher Produkte aus dem Verkehr ziehen und somit einen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leisten“, so Ramus weiter.

Neben den Einfuhrabgaben, die sich aus den der EU zustehenden Zollabgaben in Höhe von mehr als 87 Millionen Euro und der Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von über 1,9 Milliarden Euro zusammensetzen, nahm der Zoll in Schleswig-Holstein im Jahr 2023 Verbrauchs- und Verkehrssteuern in Höhe von ca. 1,45 Milliarden Euro ein.

Darüber hinaus trieb das Sachgebiet Vollstreckung des Hauptzollamtes Kiel für beide Hauptzollämter eigene und öffentlich-rechtliche Forderungen, vornehmlich für Jobcenter, Arbeitsagenturen und gesetzliche Krankenkassen, in Höhe von rund 46 Millionen Euro bei.

Die Kontrolleinheiten in Schleswig-Holstein sind rund um die Uhr auf den Autobahnen, den Städten und in den Häfen aktiv und sorgen dabei auch dafür, dass die bestehende Sicherheit und Ordnung für die Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum gewährleistet ist.

„Die Zöllnerinnen und Zöllner führten im vergangenen Jahr mehr als 100.000 Kontrollen durch und konnten dabei rund 350 Kilogramm Betäubungsmittel sicherstellen. Zudem beschlagnahmten sie rund 42 Millionen unversteuerte Zigaretten und deckten damit einen Steuerschaden von über siebeneinhalb Millionen Euro auf“, so Robert Dütsch, Leiter des Hauptzollamt Kiel.

Im Kampf gegen die Schwarzarbeit wurden knapp 1.400 Arbeitgebende und 11.000 Arbeitnehmende von den Hauptzollämtern Kiel und Itzehoe überprüft. Der Zoll in Schleswig-Holstein leitete mehr als 5.000 Ermittlungsverfahren ein, die zu Geldstrafen und Bußgeldern in Höhe von 3 Millionen Euro sowie 49 Monaten Freiheitsstrafe führten.

„Der Zoll ist nicht nur ein Garant für reibungslosen Warenverkehr und störungsfreie Lieferketten. Durch die Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit schafft der Zoll faire Wettbewerbsbedingungen für die Wirtschaft und schützt Arbeitnehmende vor einer mangel-haften Absicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder im Alter, so Dütsch weiter.“

Neben der Bekanntgabe der Jahresbilanz betonten die Leitungen beider Hauptzollämter – Francesca Ramus für das Hauptzollamt Itzehoe und Robert Dütsch für das Hauptzollamt Kiel – dass der Zoll in Schleswig-Holstein auch im Jahr 2023 die an ihn gestellten Aufgaben erfolgreich meistern konnte.

Die Aufschlüsselung der Einnahmen sowie die Aufteilung einzelner Abfertigungsergebnisse oder Ergebnisse aus Kontrollen sind in der beigefügten Bilanz für das Jahr 2023 enthalten.

Kontakt:

Hauptzollamt Kiel
Gabriele Oder
Telefon: 0431-20083-1106
Mobil: 016091162783
E-Mail: presse.hza-kiel@zoll.bund.de
www.zoll.de

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 11.693 Fälle erfasst, während es im Jahr 2022 nur noch 10.944 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 10.509 auf 9.931 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 9.190 auf 8.645. Von den Verdächtigen waren 7.938 männlich und 1.252 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.576 auf 1.664. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70.510 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 11.693 10.944
Anzahl der aufgeklärten Fälle 10.509 9.931
Anzahl der Verdächtigen 9.190 8.645
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.938 7.470
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.252 1.175
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.576 1.664

Quelle: Bundeskriminalamt

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