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Kiel: Zu schnelle Fahrer vor Schule, Polizei führt Kontrollen durch

Die Polizei in Kiel führte Geschwindigkeitskontrollen vor einer Schule durch. Mehrere Verkehrsteilnehmer wurden beanstandet, darunter ein Fahrer mit 53 km/h.

Foto: unsplash

Kiel (ost)

In dieser Woche führte die Polizeistation Hassee vor einer Schule in der Rendsburger Landstraße wiederholt Geschwindigkeitskontrollen durch. Im Bereich der Schule gilt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Mehrere Verkehrsteilnehmer mussten beanstandet werden.

Die Beamtinnen und Beamten konzentrierten sich insbesondere auf die Zeiten zum Schulbeginn und zum Schulschluss. Die meisten Verkehrsteilnehmer hielten sich an die Regeln und fuhren rücksichtsvoll und umsichtig. Viele Kontrollierte befürworteten die Maßnahme ausdrücklich und äußerten, dass sie die Geschwindigkeitsüberwachung für sehr sinnvoll erachten. In mehreren Fällen führten die Polizeikräfte zudem erzieherische Gespräche, um für die besondere Gefährdung von Kindern im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Die Einsatzkräfte stellten in diesem Rahmen insgesamt 45 Verstöße festgestellt. Der trauriger Höchstwert lag bei 53 km/h. Gerade vor Schulen bedeutet überhöhte Geschwindigkeit ein außerordentliches Risiko für die Sicherheit der Kinder.

„Die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer haben großes Verständnis für die Kontrollen gezeigt, die meisten sind selbst Anwohner.“ sagte Lasse Ratjen, stellvertretender Leiter der Polizeistation Hassee.

Die Kontrollen reihen sich in weitere Maßnahmen ein, die die Polizei an den Schulen zum Thema Schulwegsicherung unternimmt. So werden auch gezielte Kontrollen zum Thema „Elterntaxi“ durchgeführt oder beispielsweise der Fußgänger-Führerschein von den Erstklässlern abgenommen.

Die Polizei appelliert: Schon wenige km/h über dem Tempolimit können im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Kinder sind im Straßenverkehr unberechenbar – sie laufen plötzlich los, achten nicht immer auf den Verkehr und sind schwerer einzuschätzen als Erwachsene.

Unsere Präventionshinweise:

Die Polizei wird auch in den kommenden Wochen weitere Geschwindigkeitskontrollen durchführen – insbesondere an sensiblen Punkten wie Schulen und Kindergärten. Ziel ist es, die Sicherheit der jüngsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die Mehrheit der Unfälle waren übrige Sachschadensunfälle mit 27.916 Fällen (85,13%). Bezogen auf die Ortslage ereigneten sich 2.829 Unfälle innerorts (8,63%), 1.003 außerorts (3,06%) und 400 auf Autobahnen (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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