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Kontrolltag in Heide: Behörden ziehen Bilanz

Am Freitag, 30. Oktober 2026, stellten die Einsatzkräfte 9 Straftaten und 111 Ordnungswidrigkeiten fest. Zudem wurden zwei Messer und Betäubungsmittel sichergestellt.

Foto: unsplash

Heide (ost)

Bei einem gemeinsamen Kontrolltag verschiedener Behörden überprüften Landespolizei, Bundespolizei und Zoll am Freitag, 30. Oktober 2026, in Heide zahlreiche Menschen und Fahrzeuge. Die Einsatzkräfte verzeichneten mehrere Straftaten und über einhundert Ordnungswidrigkeiten; zudem stellten sie Waffen und Betäubungsmittel sicher.

Die ganztägigen Maßnahmen zwischen 13:00 Uhr und 20:00 Uhr konzentrierten sich vor allem auf Geschwindigkeitsmessungen, die Kontrolle der Fahrzeugbeleuchtung zum Beginn der dunklen Jahreszeit sowie auf Alkohol- und Drogenkontrollen im Straßenverkehr. Weitere Kontrollen fanden im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und in der Waffenverbotszone am Bahnhof statt.

Insgesamt nahmen 47 Beamtinnen und Beamte von Landespolizei, Bundespolizei und Zoll sowie zwei Diensthunde an dem Großeinsatz teil. Auch Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW), der Bundeswehr und des örtlichen Bauhofs unterstützten den Kontrolltag.

Bei den Verkehrskontrollen stand insbesondere die Verkehrssicherheit im Mittelpunkt. Den höchsten Wert bei den Geschwindigkeitsmessungen erreichte ein Verkehrsteilnehmer, bei dem eine vorwerfbare Geschwindigkeit von 66 km/h bei erlaubten 30 km/h festgestellt wurde. Weitere besondere Feststellungen ergaben sich im ÖPNV und im Bahnhofsumfeld: Bei der Kontrolle von rund 65 Personen entdeckten die Einsatzkräfte unter anderem zwei Messer und stellten diese sicher. Eine der kontrollierten Personen hatte neben einem Messer auch verschiedene Betäubungsmittel dabei, die beschlagnahmt wurden. Die Ermittlungen zu dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz sind noch nicht abgeschlossen.

Nach dem derzeitigen Stand registrierten die beteiligten Behörden 9 Straftaten und ahndeten 111 Ordnungswidrigkeiten. Darüber hinaus wurden diverse Kontrollberichte erstellt und zahlreiche normverdeutlichende Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt.

Theresa Straßmann

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

In Schleswig-Holstein sank die Zahl der erfassten Drogendelikte von 10.944 im Jahr 2022 auf 10.838 im Jahr 2023, ein Rückgang um rund 1 %. Die Zahl der aufgeklärten Fälle ging von 9.931 auf 9.644 zurück, die der Tatverdächtigen von 8.645 auf 8.326. Unter den Tatverdächtigen waren 2022 insgesamt 7.470 Männer und 1.175 Frauen; 2023 waren es 7.225 Männer und 1.101 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg dagegen von 1.664 auf 1.795. Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2023 mit 73.917 Fällen die meisten Drogendelikte in Deutschland – rund 6,8-mal so viele wie Schleswig-Holstein.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

In Schleswig-Holstein wurden 2023 insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle erfasst. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden (10,23 %), 1.230 schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden (3,75 %), 292 Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel (0,89 %) und 27.916 übrige Sachschadensunfälle (85,13 %). Zur Ortslage wurden 2.829 Unfälle innerorts (8,63 %), 1.003 außerorts ohne Autobahnen (3,06 %) und 400 auf Autobahnen (1,22 %) angegeben. Bei den Unfällen wurden 34 Menschen getötet, 611 schwer verletzt und 3.587 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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