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Kreis Dithmarschen: Raub von Kleidungsstücken in Meldorf

Mehrere Personen griffen zwei Geschädigte an und flüchteten. Kriminalpolizei ermittelt nach Verkaufsverabredung.

Foto: Depositphotos

Meldorf (ost)

Am Donnerstagnachmittag ereignete sich in Meldorf ein Raubüberfall, bei dem mehrere Kleidungsstücke gestohlen wurden. Die beiden Geschädigten, 16 und 18 Jahre alt, wurden von mehreren Personen angegriffen. Die teilweise unbekannten Täter flüchteten anschließend. Die Kriminalpolizei Heide führt die Ermittlungen durch.

Nach den ersten Untersuchungen trafen sich gegen 15:40 Uhr ein 16-jähriger und ein 18-jähriger aus Brunsbüttel mit einem bisher unbekannten Verdächtigen am Bahnhof in Meldorf, um dort mehrere Kleidungsstücke zu verkaufen. Als dieser gewaltsam versuchte, ihnen den Rucksack mit den Kleidungsstücken zu entreißen, verließen sie den Bahnhof und begaben sich zur Unterführung. In der Unterführung wurden sie von einer Gruppe von vermutlich sechs Personen gestoppt und dann angegriffen. Die Täter konnten den Rucksack ergreifen und damit fliehen.

Die Polizei startete sofort Fahndungsmaßnahmen im Nahbereich. Diese wurden auch auf den Bereich Heide ausgeweitet, da laut Zeugenaussagen mindestens zwei der Täter in den nächsten Zug nach Heide gestiegen waren. Der Rettungsdienst brachte die beiden leicht verletzten Opfer in ein Krankenhaus.

Der Kriminaldauerdienst Pinneberg übernahm vor Ort die Ermittlungen. Die Beamten konnten schnell einen Tatverdächtigen identifizieren. Es handelt sich um einen 16-jährigen aus dem Kreis Dithmarschen. Die Polizei nahm ihn vorläufig an seiner Wohnadresse fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Jugendliche wieder freigelassen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des schweren Raubes ermittelt.

Theresa Straßmann

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, wovon 749 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 894, von denen 793 männlich und 101 weiblich waren. 310 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 1403, wobei 956 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 1101, wovon 1013 männlich und 88 weiblich waren. 427 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.194 1.403
Anzahl der aufgeklärten Fälle 749 956
Anzahl der Verdächtigen 894 1.101
Anzahl der männlichen Verdächtigen 793 1.013
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 101 88
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 310 427

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wovon 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mordfälle auf 74, von denen 66 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 77, wobei 67 Männer und 10 Frauen beteiligt waren. 28 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit insgesamt 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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