In den Kreisen Dithmarschen und Steinburg stiegen Taschendiebstähle in Discountern. Die Täter nutzen kurze Momente der Unaufmerksamkeit beim Einkauf, um zuzugreifen.
Kreis Dithmarschen: Taschendiebe in Discountern aktiv

Kreis Steinburg/Kreis Dithmarschen (ost)
In der letzten Woche hat die Polizeidirektion Itzehoe eine Zunahme von Taschendiebstählen in Discountern in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg verzeichnet. Die Diebe haben kurze unbeobachtete Momente beim Einkaufen genutzt und zugeschlagen, sobald Taschen oder Wertsachen nicht ausreichend gesichert waren. Deshalb bittet die Polizei um erhöhte Wachsamkeit und empfiehlt, Wertsachen konsequent im Auge zu behalten.
Die Vorfälle ereigneten sich am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils zwischen 10:15 Uhr und 15:30 Uhr. Betroffen waren in Dithmarschen die Orte Albersdorf, Brunsbüttel und Sankt Michaelisdonn. In Steinburg registrierte die Polizei ähnliche Fälle in Glückstadt, Hohenlockstedt, Itzehoe und Kellinghusen.
Die bislang unbekannten Täter haben in der Regel unbeaufsichtigte Taschen aus Einkaufswagen gestohlen oder Wertgegenstände daraus entnommen. Ein Beispiel zeigt, dass die Täter auch direkt am Körper zugegriffen haben. In Albersdorf hat ein Dieb eine Geldbörse aus einer Jackenaußentasche gestohlen.
Die Polizei empfiehlt erhöhte Wachsamkeit beim Einkaufen und darauf zu achten, Wertsachen nicht aus den Augen zu lassen. Es wird empfohlen, Taschen nicht im Einkaufswagen zu transportieren und sie auch beim Einräumen von Waren nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Wertsachen sollten möglichst nah am Körper und in geschlossenen, schwer zugänglichen Innentaschen aufbewahrt werden. Kurze Unaufmerksamkeiten oder Ablenkungen genügen Taschendieben oft.
Geschädigte sowie Zeuginnen und Zeugen können sich an jede Polizeidienststelle wenden. In akuten Situationen bittet die Polizei um sofortigen Anruf über den Polizeinotruf 110.
Björn Gustke
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 3346 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3432 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 160 im Jahr 2022 auf 258 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 157 im Jahr 2022 auf 209 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 119 männlich und 38 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 175 männliche und 34 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 109 im Jahr 2022 auf 140 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Taschendiebstählen in Deutschland mit 39519 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.346 | 3.432 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 160 | 258 |
| Anzahl der Verdächtigen | 157 | 209 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 119 | 175 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 38 | 34 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 109 | 140 |
Quelle: Bundeskriminalamt








