Ein 35-jähriger Eutiner stellte einen Einbrecher in seinem Haus fest. Der Täter bedrohte ihn mit einer Schreckschusswaffe und flüchtete, konnte aber später festgenommen werden.
Kreis Ostholstein: Einbruch und Bedrohung in Eutin

Lübeck (ost)
Gemeinsame Mitteilung der Pressestellen der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Lübeck
Am Montagmorgen (02.09.2024) ereignete sich in Eutin ein Einbruch in ein Einfamilienhaus. Ein Zeuge soll den mutmaßlichen Täter im Haus angetroffen haben. Der Mann soll den Zeugen mit einer Schreckschusswaffe bedroht haben und dann geflohen sein. Die Polizei konnte den Flüchtigen festnehmen und die Waffe sicherstellen.
Um 09:00 Uhr gestern wollte ein 35-jähriger Eutiner als Hausbesitzer in einem Einfamilienhaus in der Plöner Straße in Eutin nach dem Rechten sehen und den Briefkasten leeren. Dort entdeckte er eine unbefugte Person im Haus, die angeblich zuvor eingebrochen war. Der 35-Jährige sprach den Unbekannten an. Daraufhin soll dieser den Eutiner mit einer Schreckschusswaffe bedroht haben.
Der Verdächtige flüchtete dann in Richtung Hospitalstraße und weiter auf den Parkplatz eines Supermarktes in der Elisabethstraße. Dort soll es erneut zu einer Bedrohung mit der Waffe gekommen sein. Ein 55-jährige Zeugin kam dem Eutiner zu Hilfe und alarmierte die Polizei. Der Verdächtige versteckte sich derweil in einem Hinterhof in der Elisabethstraße.
Die Polizei nahm dort einen 63-jährigen Mann aus dem Kreis Pinneberg fest und beschlagnahmte die Waffe. Heute (03.09.2024) fand eine richterliche Vorführung statt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck ordnete das Amtsgericht Lübeck Untersuchungshaft gegen den 63-Jährigen an, der daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde. Ob der Mann auch mit weiteren Taten in Verbindung gebracht werden kann, die überregional und sogar landesweit begangen wurden, wird nun Gegenstand weiterer Ermittlungen sein.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Einbruchsraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2021 und 2022 an. Im Jahr 2021 wurden 2249 Fälle von Einbrüchen registriert, während es im Jahr 2022 bereits 2675 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 385 auf 400. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 341 auf 380, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 293 auf 335 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 48 auf 45 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 129 auf 158. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an registrierten Einbrüchen in Deutschland mit 23528 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.249 | 2.675 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 385 | 400 |
| Anzahl der Verdächtigen | 341 | 380 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 293 | 335 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 48 | 45 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 129 | 158 |
Quelle: Bundeskriminalamt








