Zwei Tatverdächtige hielten einen Bekannten fest, um Überfall zu begehen. Polizei ermittelt wegen erpresserischen Menschenraubes.
Kreis Ostholstein: Erpressung auf Fehmarn, Mann genötigt zu Straftaten

Lübeck (ost)
+++ Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Lübeck +++
Die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft Lübeck richten sich gegen zwei Verdächtige auf Fehmarn, die des erpresserischen Menschenraubes verdächtigt werden. Sie sollen einen Bekannten am Abend des 28.04.2026 gegen seinen Willen festgehalten haben, um ihn zu zwingen, einen Raubüberfall zu begehen.
Ein 32-jähriger und ein 24-jähriger Mann sollen am vergangenen Dienstag (28.04.2026) nach einem Treffen gegen 20.00 Uhr in der Nähe der Inselschule in der Kantstraße einen 23-jährigen Mann mit einem Messer bedroht und von ihm eine vierstellige Geldsumme gefordert haben.
Der 23-Jährige sollte Geld an Geldautomaten in der Ohrtstraße und Am Markt abheben. Als dies nicht gelang, sollte er in ein Lokal in der Bahnhofstraße einbrechen. Dort trafen sie auf eine Servicemitarbeiterin, weshalb der Einbruch nicht stattfand.
Anschließend befanden sich die Männer in einem Supermarkt im Sandweg. Dort entschieden die beiden Verdächtigen, dass der Dritte eine Spielhalle im Landkirchner Weg überfallen sollte. Sie übergaben dem Festgehaltenen eine Sturmhaube und ein Tierabwehrspray.
Der 23-Jährige suchte Zuflucht bei einem Mitarbeiter in der Spielhalle und informierte anschließend die Polizei.
Die Verdächtigen wurden von Polizeibeamten im Sommerweg in Burg auf Fehmarn angetroffen.
Das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck und die Staatsanwaltschaft Lübeck haben die Ermittlungen wegen des Verdachts des erpresserischen Menschenraubes aufgenommen.
Alle drei Personen sind deutsche Staatsbürger und leben auf Fehmarn.
Die Polizei bittet Zeugen, die die drei Männer in den Abendstunden gesehen haben, sich zu melden. Hinweise werden unter den Rufnummern 0451/1310 oder 04371/503080 entgegengenommen.
Für Rückfragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Polizeidirektion Lübeck.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wovon 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 74, wovon 66 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, davon 67 Männer und 10 Frauen. 28 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








