Gernot Schneider hat sich als langjähriger Sicherheitsberater für Senioren in Lübeck und Ostholstein engagiert und hinterlässt eine große Lücke. Polizeihauptkommissarin Heike Schmidt überraschte ihn nach seinem letzten Vortrag mit einem Blumenstrauß.
Kreis Ostholstein: Gernot Schneider verabschiedet nach 11 Jahren und 135 Vorträgen

Lübeck (ost)
Fast 11 Jahre lang engagierte sich Gernot Schneider ehrenamtlich als Sicherheitsberater für ältere Menschen in Lübeck und Ostholstein. Nach so vielen Jahren und insgesamt 135 Vorträgen verabschiedeten Leiterin Silke Ziemann und ihre Kollegen vom Sachgebiet Prävention der PD Lübeck den ehrenamtlich engagierten ehemaligen Polizisten aus NRW gebührend. Neben zahlreichen Glückwünschen überraschte ihn Polizeihauptkommissarin Heike Schmidt nach seinem letzten Vortrag mit einem Blumenstrauß. Bei einem gemeinsamen Abschiedsfrühstück im Kreis der weiterhin aktiven sieben SfS-ler in Lübeck und Ostholstein.
Gernot Schneiders besondere Qualifikation: Eine langjährige Tätigkeit als Polizeibeamter in NRW, aus der er umfangreiche Erfahrung, Fachwissen und ein geschultes Auge für sicherheitsrelevante Situationen mitbrachte.
Als Sicherheitsberater hatte er ein klares Ziel: Ältere Menschen dabei zu unterstützen, sich im Alltag sicher zu fühlen und Gefahren frühzeitig zu erkennen. Ob Trickbetrug an der Haustür, falsche Polizeibeamte, Taschendiebstahl, Schockanrufe, Enkeltrick oder Risiken im Internet – viele Delikte richten sich gezielt gegen ältere Menschen.
Durch Aufklärung, persönliche Gespräche und praxisnahe Tipps half Gernot Schneider Unsicherheiten abzubauen und das Selbstvertrauen zu stärken. Seine ehrenamtliche Arbeit für die Polizei hat ihn über Jahre hinweg mit realen Fällen, aktuellen Betrugsmaschen und bewährten Präventionsstrategien vertraut gemacht. Dieses Wissen gab er viele Jahre verständlich, geduldig und auf Augenhöhe weiter.
Besonders wichtig war ihm dabei, keine Angst zu schüren, sondern realistisch zu informieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. In Vorträgen, Informationsveranstaltungen und Einzelgesprächen nahm sich Gernot Schneider Zeit für die Fragen und Sorgen der älteren Menschen.
Dabei ging es nicht nur um Kriminalprävention, sondern auch um Themen wie sichere Nutzung von Smartphone und Internet, richtiges Verhalten in Notsituationen oder die Bedeutung von Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum. Sein Engagement ist ein Beispiel dafür, wie wertvoll ehrenamtliche Arbeit für die Gesellschaft ist.
Mit Kompetenz, Lebenserfahrung und persönlichem Einsatz leistete er einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Lebensqualität älterer Menschen – und zeigt, dass Prävention vor allem durch Vertrauen, Wissen und menschliche Nähe wirkt. Gernot Schneider bezeichnete sich selbst als „Polizist mit Leib und Seele“ und so wurde er auch wahrgenommen.
Mit dem Ausscheiden aus der ehrenamtlichen Tätigkeit hinterlässt Gernot Schneider eine Lücke, die menschlich, persönlich und fachlich schwer zu schließen sein wird.
Neben Christof Burkert vom Sachgebiet Prävention sind unsere sechs Sicherheitsberater für Senioren für Lübeck und Ostholstein Michael Ohle, Helmut Vogt, Thomas Käsdorf, Peter Büttner, Torsten Koop, Stefan Rath und Christoph weiterhin über das Sachgebiet Prävention unter 0451-131-1400 oder 0451-131-1415 kostenlos buchbar.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 3346 Fälle gemeldet, wovon 160 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 157, darunter 119 Männer und 38 Frauen, wobei 109 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der gemeldeten Fälle auf 3432, wovon 258 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 209, darunter 175 Männer und 34 Frauen, wobei 140 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an gemeldeten Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit 39519 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.346 | 3.432 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 160 | 258 |
| Anzahl der Verdächtigen | 157 | 209 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 119 | 175 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 38 | 34 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 109 | 140 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2966 Fälle registriert, wovon 815 Fälle gelöst werden konnten. Es gab insgesamt 693 Verdächtige, darunter 475 Männer, 218 Frauen und 137 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 3254, wobei 935 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 814 nahezu konstant, wobei 542 Männer, 272 Frauen und 172 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.966 | 3.254 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 815 | 935 |
| Anzahl der Verdächtigen | 693 | 814 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 475 | 542 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 218 | 272 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 137 | 172 |
Quelle: Bundeskriminalamt








