Am vergangenen Wochenende wurden mindestens vier Fahrten unter Alkohol oder Drogeneinfluss im Kreis Ostholstein und Lübeck gemeldet. Ein Fahrer hatte 2,99 Promille Atemalkohol.
Kreis Ostholstein: Mehrere Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss am Wochenende

Lübeck (ost)
Am vergangenen Wochenende gab es im Kreis Ostholstein und der Hansestadt Lübeck insgesamt mindestens vier Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln. Ein Fahrer hatte einen Atemalkoholwert von 2,99 Promille.
Ostholstein – Am Samstag (10.08.2024) gegen 21:00 Uhr informierten Zeugen die Polizei, dass ein VW Touran in Richtung Hamburg auf der BAB1 bei Lensahn auffällig fuhr. Die Polizei konnte das Fahrzeug kurz darauf vor ihrer Dienststelle stoppen und kontrollieren. Ein Drogenschnelltest bei dem 36-jährigen Fahrer aus Norderstedt war positiv, er gab zu, Medikamente eingenommen zu haben. Eine Blutprobe wurde entnommen, der Führerschein eingezogen und der Fahrzeugschlüssel sichergestellt. Das Auto blieb am Kontrollort. Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts der Trunkenheit am Steuer ermittelt.
Ostholstein – Am Sonntag (11.08.2024) gegen 14:00 Uhr meldete ein Verkehrsteilnehmer einen unsicheren Autofahrer in Pansdorf. Die Polizei konnte den Fahrer eines Kia auf dem Gelände einer Tankstelle stoppen und kontrollieren. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 40-jährigen einen Wert von 2,99 Promille. Eine Blutprobe wurde entnommen, der Führerschein eingezogen und das Auto blieb am Kontrollort. Gegen den Lübecker wird ebenfalls wegen des Verdachts der Trunkenheit am Steuer ermittelt.
Lübeck – Gegen 16:00 Uhr am Sonntag (11.08.2024) führte die Polizei eine Verkehrskontrolle in der Schwartauer Landstraße durch. Bei dem 20-jährigen Fahrer eines Skoda wurden Anzeichen von Betäubungsmitteln festgestellt. Auch ihm wurde eine Blutprobe entnommen und der Fahrzeugschlüssel sichergestellt. Gegen den Lübecker wird ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts des Fahrens unter Betäubungsmiteleinfluss eingeleitet.
Ostholstein – Nur etwa zwei Stunden später, gegen 18:00 Uhr am Sonntag (11.08.2024) versuchte die Polizei den Fahrer eines Daimler-Benz auf der BAB 1 in Richtung Süden zu kontrollieren. Der Fahrer flüchtete jedoch in überhöhter Geschwindigkeit. Er wurde später gestoppt und festgestellt, dass er keine Fahrerlaubnis hatte und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein Drogenschnelltest war positiv. Gegen den 45-jährigen wird nun wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens und des Verdachts des Fahrens unter Betäubungsmiteleinfluss ermittelt. Der Halter des Fahrzeugs wird ebenfalls wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis untersucht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 11.693 Fälle erfasst, wovon 10.509 gelöst wurden. Es gab insgesamt 9.190 Verdächtige, darunter 7.938 Männer, 1.252 Frauen und 1.576 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, wovon 9.931 gelöst wurden. Es gab insgesamt 8.645 Verdächtige, darunter 7.470 Männer, 1.175 Frauen und 1.664 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten Drogenfälle in Deutschland registriert – 70.510.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.693 | 10.944 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 10.509 | 9.931 |
| Anzahl der Verdächtigen | 9.190 | 8.645 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.938 | 7.470 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.252 | 1.175 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.576 | 1.664 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022
Im Jahr 2022 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% der Gesamtunfälle aus, was 1.753 Unfällen entspricht. 382 Unfälle, also 0,46%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 83,33%, was 68.911 Unfällen entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.688 Unfälle (67,34%), außerorts (ohne Autobahnen) 23.501 Unfälle (28,42%) und auf Autobahnen 3.508 Unfälle (4,24%). Insgesamt gab es 102 Getötete, 1.947 Schwerverletzte und 12.627 Leichtverletzte.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 82.697 |
| Unfälle mit Personenschaden | 11.651 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.753 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 382 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 68.911 |
| Ortslage – innerorts | 55.688 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 23.501 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.508 |
| Getötete | 102 |
| Schwerverletzte | 1.947 |
| Leichtverletzte | 12.627 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








