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Kreis Ostholstein: Raubstraftat in Bahnhofsnähe – Polizei sucht Zeugen

Am Sonntagabend ereignete sich im Lübecker Stadtteil St. Lorenz Süd eine Raubstraftat. Ein 21-Jahre alter Ostholsteiner wurde mit einer Schreckschusswaffe bedroht und beraubt.

Foto: Depositphotos

Lübeck (ost)

Am Sonntagabend (25.01.2026) fand in St. Lorenz Süd, einem Stadtteil von Lübeck, ein Raubüberfall statt. Gemäß den vorliegenden Informationen wurde einem 21-jährigen Ostholsteiner in der Nähe des Bahnhofs und des ZOBs von einem bisher unbekannten Tatverdächtigen das Handy gestohlen, und anschließend wurde er mehrmals mit einer Schreckschusswaffe beschossen. Der Täter entkam mit der Beute. Der leicht verletzte Opfer und eine unbeteiligte Zeugin meldeten den Vorfall der Polizei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls und der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen und sucht nach weiteren Zeugen.

Das Ereignis fand am Sonntagabend gegen 19:20 Uhr statt. Zu dieser Zeit war der 21-jährige Ostholsteiner auf der Straße Beim Retteich unterwegs und traf dort auf den Tatverdächtigen. Der Verdächtige sprach den 21-Jährigen zunächst an und bat um Hilfe bei der Suche nach einer Busabfahrtszeit. Dazu sollte der Ostholsteiner auf seinem Handy nachsehen. Der 21-Jährige wollte helfen und holte sein Handy heraus. In diesem Moment entriss der Unbekannte dem Opfer das Mobiltelefon und rannte weg.

Der junge Mann verfolgte den Unbekannten. Dabei zog der Tatverdächtige plötzlich eine Schreckschusspistole heraus, bedrohte das Opfer und schoss mehrmals. Danach flüchtete der Angreifer über die Hermann-Lange-Straße zur Hansestraße und fuhr von dort mit einem Fahrrad in Richtung des ZOBs.

Der Mann aus Ostholstein erlitt leichte Verletzungen und ging sofort zur Bundespolizei am Hauptbahnhof. Eine Zeugin, die den Vorfall beobachtet hatte, begab sich zum nahe gelegenen 2. Polizeirevier in Lübeck. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen konnte der Flüchtige nicht gefasst werden.

Das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls und der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen. Der Tatverdächtige wird als etwa 20 bis 25 Jahre alter, schlanker Mann von etwa 180 cm Größe beschrieben. Er hatte helle Haut, wird als westeuropäisch aussehend beschrieben und sprach akzentfrei Deutsch. Zur Tatzeit trug er eine dunkle Hose und eine blaue Jacke, außerdem hatte er einen schwarzen Rucksack dabei.

Zeugen, die Informationen zu diesem Mann haben oder die ihn am Sonntagabend in der Nähe des Bahnhofs oder des ZOBs gesehen haben, werden gebeten, sich bei der Lübecker Kriminalpolizei unter der zentralen Rufnummer 0451-1310 zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen, wo im Jahr 2023 470 Fälle von Mord verzeichnet wurden, vergleichsweise niedrig. Im Jahr 2022 wurden in Schleswig-Holstein 70 Fälle von Mord registriert, wovon 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, davon 56 männliche und 6 weibliche Verdächtige, sowie 29 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Mordfälle auf 74, wovon 66 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, davon 67 männliche und 10 weibliche Verdächtige, sowie 28 nicht-deutsche Verdächtige.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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