Die Verkehrsunfälle stiegen im Vergleich zu 2022 landesweit an. Tödliche Unfälle nahmen zu, jedoch weniger bei Kindern.
Kreis Pinneberg: Verkehrssicherheitsbericht 2023 in Kreis Segeberg und Pinneberg

Bad Segeberg (ost)
Heute veröffentlicht die Polizeidirektion Bad Segeberg den Verkehrssicherheitsbericht (VSB) für das Jahr 2023. In dieser Pressemitteilung finden Sie den Link zum VSB 2023, der im Internet verfügbar ist, sowie einen Auszug aus dem Vorwort des Berichts.
Der diesjährige Verkehrssicherheitsbericht der Polizeidirektion Bad Segeberg enthält Zahlen zu Verkehrsunfällen in den Landkreisen Pinneberg und Segeberg sowie in der Gemeinde Tangstedt im Kreis Stormarn im Jahr 2023. Außerdem werden Daten zur Verkehrsüberwachung präsentiert.
Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zu 2022 landesweit an. Auch in der Polizeidirektion Bad Segeberg gab es eine Zunahme um 6,8 %. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge in beiden Kreisen seit Jahren kontinuierlich steigt.
Die Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle ist bedauerlicherweise deutlich gestiegen. Während 2022 16 Personen in der Polizeidirektion Bad Segeberg bei Unfällen ums Leben kamen, waren es 2023 20 Personen. Auch die Zahl der Leichtverletzten stieg um 5,1 %. Bei den Schwerverletzten gab es jedoch einen erfreulichen Rückgang um 3,4 %.
Verstöße gegen die Vorfahrtsregelung, Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren und falsche Straßenbenutzung sind die Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Der Anteil der Vorfahrtsverletzungen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, von 19,6 % in 2022 auf 17,9 % in 2023.
Auch bei der zweithäufigsten Ursache, Fehlern beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren, gab es einen leichten Rückgang. Diese sanken von 19,3 % in 2022 auf 17,4 % in 2023.
Die fehlerhafte Straßenbenutzung bleibt weiterhin auf Platz drei der Hauptunfallursachen mit 11,6 %. Hierzu gehören Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot oder die falsche Nutzung von Radwegen. Bei dieser Ursache gab es einen Rückgang von 13 % in 2022 auf 11,6 % in 2023.
Die Ursache der Nichtangepassten Geschwindigkeit, die oft als Mitursache bei vielen Unfällen anzusehen ist, darf bei dieser Betrachtung nicht vernachlässigt werden, auch wenn sie statistisch nur 9,6 % ausmacht und damit auf Platz 4 liegt. Hier gab es tatsächlich einen Anstieg von 8 % in 2022 auf 9,6 % in 2023.
Auch die Verkehrsunfälle aufgrund ungenügenden Sicherheitsabstands sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, von 7,1 % in 2022 auf 8,3 % in 2023.
Trotz hoher Arbeitsbelastung wird die Verkehrssicherheitsarbeit in der PD Bad Segeberg weiterhin ein Schwerpunkt der polizeilichen Tätigkeit sein, um einen weiteren Anstieg der Unfallzahlen zu verhindern.
Weitere Informationen finden Sie im aktuellen Verkehrssicherheitsbericht der Polizeidirektion Bad Segeberg unter folgendem Link:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/POLIZEI/DasSindWir/PDen/Segeberg/_downloads/pks/pks_pdbadsegeberg_2023.pdf
Bei Fragen von Medienvertretern für den Kreis Pinneberg wenden Sie sich bitte an Herrn Joachim Lang unter 04101 202-230.
Für den Kreis Segeberg steht Ihnen Herr Christian Hesse unter 04551 884-2130 zur Verfügung.
Kontakt:
Polizeidirektion Bad Segeberg
– Pressestelle –
Dorfstr. 16-18
23795 Bad Segeberg
Sandra Firsching
Telefon: 04551-884-2020
Handy: 0160/3619378
E-Mail: pressestelle.badsegeberg@polizei.landsh.de
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022
Im Jahr 2022 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% der Gesamtzahl aus, was 1.753 Unfällen entspricht. 382 Unfälle, also 0,46%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die meisten Unfälle, nämlich 83,33%, waren Übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 68.911. Bezogen auf die Ortslage ereigneten sich 67,34% der Unfälle innerorts, 28,42% außerorts (ohne Autobahnen) und 4,24% auf Autobahnen. Insgesamt gab es 102 Getötete, 1.947 Schwerverletzte und 12.627 Leichtverletzte.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 82.697 |
| Unfälle mit Personenschaden | 11.651 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.753 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 382 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 68.911 |
| Ortslage – innerorts | 55.688 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 23.501 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.508 |
| Getötete | 102 |
| Schwerverletzte | 1.947 |
| Leichtverletzte | 12.627 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








