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Kreis Segeberg: Durchsuchungsmaßnahmen in Hamburg, Lübeck und Quickborn

Am Mittwochmorgen wurden mehrere Gebäude durchsucht. Ermittlungen wegen schwerer räuberischer Erpressung und Freiheitsberaubung im Rockermilieu laufen seit Ende 2025.

Foto: Depositphotos

Kreis Pinneberg/Lübeck/Hamburg (ost)

Am Mittwochmorgen (21.01.2026) haben Polizeikräfte der Landespolizei Schleswig-Holstein unter der Leitung der Kriminalpolizei Pinneberg und der Staatsanwaltschaft Itzehoe mit Unterstützung von Einsatzkräften aus Lübeck, Eutin, Norderstedt und Segeberg mehrere Gebäude in Hamburg, Quickborn und Lübeck durchsucht.

Die Ermittler der Kriminalpolizei Pinneberg führen seit Ende 2025 ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung und Freiheitsberaubung im Rockermilieu.

Das Amtsgericht Itzehoe hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt 6 Objekte, darunter das Clubhaus einer Rockergruppierung in Lübeck, erlassen.

Die Maßnahmen richteten sich gegen vier Verdächtige im Alter von 21 bis 49 Jahren, die die deutsche und türkische Staatsbürgerschaft besitzen. Der Schwerpunkt der Durchsuchungen lag in Hamburg. Außerdem wurden ein Objekt in Quickborn und ein Objekt in Lübeck durchsucht.

Bei den Durchsuchungen wurden Beweismittel gefunden und sichergestellt. Es wurden auch Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt. Die Verdächtigen wurden für erste polizeiliche Maßnahmen auf die örtlichen Dienststellen gebracht. Alle vier Männer wurden im Laufe des Tages dem Amtsgericht Itzehoe vorgeführt und befinden sich in Untersuchungshaft.

Weitere Informationen zu diesem Fall können aufgrund der laufenden Ermittlungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, wovon 749 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 894, wovon 793 männlich und 101 weiblich waren. 310 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 1403, wovon 956 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 1101, wovon 1013 männlich und 88 weiblich waren. 427 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu gab es in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Raubüberfälle in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.194 1.403
Anzahl der aufgeklärten Fälle 749 956
Anzahl der Verdächtigen 894 1.101
Anzahl der männlichen Verdächtigen 793 1.013
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 101 88
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 310 427

Quelle: Bundeskriminalamt

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