Die Feuerwehren in Schleswig-Holstein hatten insgesamt 413 Einsätze. Einige größere Einsatzlagen erforderten den Einsatz von Kameradinnen und Kameraden.
Kreis Segeberg: Einsatzbilanz Silvesternacht 2025/2026

Kiel (ost)
Die wohl aktivste Nacht des Jahres ist erfolgreich überstanden. Die Bilanz fällt insgesamt durchschnittlich aus: In der Silvesternacht 2025/2026 wurden die Feuerwehren in Schleswig-Holstein zu insgesamt 413 Einsätzen gerufen. Das Einsatzvolumen lag damit im mittleren Bereich im Vergleich zu den Vorjahren (Jahreswechsel 2024/2025: 478 Einsätze, 2023/2024: 310 Einsätze). Die meisten Einsätze waren kleinere, schnell erledigte Vorfälle wie brennende Container oder Mülleimer. Dennoch sahen sich die Kameradinnen und Kameraden auch in dieser Nacht vereinzelt mit größeren Einsätzen konfrontiert.
Die Einsätze verteilten sich wie folgt auf die Leitstellenbereiche des Landes:
Leitstelle Nord:
In der Silvesternacht verzeichnete die Leitstelle Nord insgesamt 38 Feuerwehreinsätze (Nordfriesland: 14, Flensburg: 10, Schleswig-Flensburg: 14). Zu den größeren Einsätzen gehörten ein PKW-Brand in einem Carport, ein Carportbrand in Flensburg und ein Gebäudebrand in Harrislee. Insgesamt spricht die Leitstelle dennoch von einer vergleichsweise ruhigen Silvesternacht.
Leitstelle Mitte:
Die Leitstelle Mitte verzeichnete eine einsatzreichere Silvesternacht als in den Vorjahren. Insgesamt wurden 81 Feuerwehreinsätze registriert (Kiel: 46, Rendsburg-Eckernförde: 22, Plön: 13). In Rendsburg brach ein Feuer in einem Getränkeladen aus. Aufgrund von gelagerten Kohlensäureflaschen kam es zu mehreren Explosionen. Auch in Kiel lag das Einsatzaufkommen leicht über dem Vorjahresniveau. Bei einem Brandeinsatz berichteten Einsatzkräfte eines Löschfahrzeugs der Berufsfeuerwehr Kiel von gezieltem Feuerwerkskörperbeschuss. Durch das schnelle Eingreifen der Polizei konnte die Situation sofort unter Kontrolle gebracht werden, ohne dass jemand verletzt wurde. „Abgesehen von diesem Vorfall blicken wir auf eine insgesamt friedliche Silvesternacht zurück“, heißt es in der Pressemitteilung der Feuerwehr Kiel.
Leitstelle West:
Auch die Leitstelle West meldete ein vergleichsweise hohes Einsatzaufkommen. Insgesamt kam es hier zu 119 Feuerwehreinsätzen (Steinburg: 15, Dithmarschen: 20, Pinneberg: 50, Segeberg: 34). In Kaltenkirchen stand ein Wohngebäude in Flammen, bei dem aufgrund starker Rauchentwicklung im Treppenhaus mehrere Personen über tragbare Leitern gerettet werden mussten. Fünf von ihnen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Acht Wohnungen waren durch das Feuer unbewohnbar. Zudem geriet in den frühen Morgenstunden gegen 5:15 Uhr ebenfalls in Kaltenkirchen ein Gartenschuppen in Vollbrand. Größere Gebäudeschäden konnten durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert werden, teilte der Kreisfeuerwehrverband Segeberg mit. Darüber hinaus steht seit heute Morgen das Sportlerheim in Henstedt-Ulzburg in Brand. Die Löscharbeiten sind im Gange, weitere Informationen liegen aktuell noch nicht vor. Auch ob der Brand in Zusammenhang mit der Silvesternacht steht, ist noch nicht bekannt. Mit lediglich zehn Einsätzen (in den Gesamtzahlen des Kreises Segeberg berücksichtigt) zählt der jüngste Jahreswechsel in Norderstedt (mit Ausnahme der Coronajahre) zu den ruhigsten und einsatzärmsten der vergangenen zehn Jahre.
Leitstelle Süd:
Von einer eher ruhigen Silvesternacht berichtet die Leitstelle Süd. Insgesamt wurden 94 Feuerwehreinsätze verzeichnet (Ostholstein: 32, Stormarn: 32, Herzogtum Lauenburg: 30). Neben zahlreichen kleineren Bränden, etwa von Müllcontainern oder Unrat, kam es jedoch auch zu größeren Einsatzlagen. In Ratekau stand ein Wohnhaus in voller Ausdehnung in Flammen (Feu 3), in Eutin geriet der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Brand (Feu 2). Darüber hinaus meldete die Leitstelle zwei Fälle von Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften sowie die Behinderung von Feuerwehreinsätzen, nachdem eine durch die Feuerwehr gesperrte Straße missachtet wurde.
Lübeck:
In Lübeck rückte die Feuerwehr zu insgesamt 65 Einsätzen aus. Dabei handelte es sich überwiegend um kleinere Einsatzlagen.
Neumünster:
Die Feuerwehren in Neumünster wurden in der Silvesternacht zu insgesamt 16 Einsätzen gerufen. Darunter befanden sich unter anderem ein Küchenbrand im Stadtteil Gadeland mit zwei verletzten Personen sowie zwei Heckenbrände. Insgesamt spricht man in Neumünster von einem vergleichsweise ruhigen Jahreswechsel.
Während die Silvesternacht weitgehend abgeschlossen ist, sind die ersten Feuerwehren aufgrund des stürmischen Wetters bereits wieder im Einsatz.
Landesbrandmeister Jörg Nero wünscht im Namen des Landesfeuerwehrverbandes allen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern und insbesondere allen Einsatzkräften ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026. Er bedankt sich für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, mit Blick nach vorn zeigt sich Nero zuversichtlich: „Gemeinsam werden wir auch in Zukunft viel bewegen können. Die Feuerwehren in Schleswig-Holstein sind stark aufgestellt, und ich freue mich auf alles, was wir zusammen noch erleben und erreichen werden.“
Quelle: Presseportal








